VON HERMANN KNAPP
WEISTRACH / Führungswechsel in der Kleinregion Herz Mostviertel: Bei der Sitzung in der Vorwoche haben die Vertreter der Gemeinden Aschbach, Biberbach, Ertl, Seitenstetten, St. Peter, Weistrach und Wolfsbach den Weistracher Bürgermeister Erwin Pittersberger zum neuen Obmann gekürt. Sein Stellvertreter wird der bisherige Obmann, St. Peters Ortschef Gerhard Wieser, sein.
„Ich werde bis Herbst 2013 Obmann bleiben. Dann ist ein jährlicher Wechsel geplant. Wir gehen da nach dem Alphabet vor. Nach mir wird also der Bürgermeister von Wolfsbach das Amt übernehmen, nach ihm fangen wir wieder mit A wie Aschbach an“, sagt Pittersberger.
Bei der Vollversammlung wurde natürlich auch über die inhaltliche Ausrichtung der Kleinregion diskutiert. „Wir haben vor, vor allem im organisatorischen Bereich enger zusammenzuarbeiten. Natürlich wäre es gut, wenn wir auch diverse Maschinen gemeinsam nutzen könnten. Doch da steht uns das Gewerberecht im Wege und da wollen wir nicht anstreifen“, sagt Pittersberger.
In den nächsten Wochen und Monaten wollen die sieben Gemeinden aber das System der Stundenaufzeichnung ihrer Mitarbeiter und auch die Lohnverrechnung durchleuchten. „Vielleicht macht es ja Sinn, wenn wir eine gemeinsame Lohnverrechnung auf die Beine stellen. Denn dafür braucht man einen speziell ausgebildeten Mitarbeiter - und den muss dann ja nicht jede Gemeinde haben.“
Auf Eis gelegt wurden schon im Vorjahr die gemeinsamen Veranstaltungen, wie etwa das Konzert der Kleinregion. „Letztlich waren da oft nur noch die Funktionäre und ihre Angehörigen dabei. Das hat keinen Sinn mehr. Wichtiger ist da die Zusammenarbeit in Bereichen, wo wir Geld sparen können.“
Auf alle Fälle soll die Struktur jeder Gemeinde unangetastet bleiben. „Denn Zusammenlegungen sind bei uns ja schon vor 40 Jahren passiert. Wir haben keine so kleinen Strukturen mehr, wie sie etwa die Oberösterreicher haben. Und auch mit unseren Verbänden - wie etwa dem Abgabenverband - sind wir ihnen da einen Schritt voraus.“
Nachdenken könnte die Kleinregion sicherlich über gemeindeübergreifende Betriebsgebiete, sagt Pittersberger. „Doch das muss wachsen, da darf man nichts übers Knie brechen.“







