Der CityBus sorgt für weitaus mehr Diskussionen, als die Verantwortlichen erwartet hatten und als ihnen lieb sein kann. Vor allem Vertreter der älteren Generation üben Kritik am neuen System: Angefangen vom neuen Busterminal, dessen Lage im Graben ihnen den Weg zum Bahnhof oder auch zum praktischen Arzt erschwert, bis hin zum Standort diverser Haltestellen, die sie aufgrund von körperlichen Gebrechen nur mit viel Mühe erreichen können. Tatsächlich scheint der CityBus neu mit seinem Halbstundentakt wohl eher den Pendlern zu den Stoßzeiten Vorteile zu bringen - und vielleicht hatten die Experten bei der Entwicklung des Konzeptes die Bedürfnisse der Senioren wirklich zu wenig im Blick.
Die Verantwortlichen machen in dieser Situation nun aber das einzig Vernünftige: Genau hinhorchen und dort etwas verbessern, wo das rasch geht. Das System jetzt völlig umzukrempeln ist ohnehin unmöglich und hätte wohl auch keinen Sinn. Manches bedarf vermutlich auch nur der Eingewöhnung.
Und es gilt nach wie vor: Man sollte dem CityBus neu auch eine Chance geben!
h.knapp@noen.at






