NÖN: Heuer steht bei den Herbsttagen Offenbachs wohl populärste Operette Orpheus in der Unterwelt auf dem Programm. Wo liegen aus ihrer Sicht die Herausforderungen?
Garschall: Die verschiedenen Schauplätze - Himmel, Erde und Hölle - sind eine echte Herausforderung, nicht nur für die Regie, sondern auch für die Ausstattung. Natürlich auch das große Ensemble. Orpheus verlangt 15 Solisten und Solistinnen! Und es gilt den berühmtesten Cancan aller Zeiten als Höhepunkt des Abends auf die Bühne zu bringen. Aber ich vertraue hier ganz Isabella Gregor und ihrem Team. Das Feuerwerk im Vorjahr war mehr als gelungen.
NÖN: Wird die bisherige Besetzungsstruktur - die Balance von Laienschauspielern und Profis - wieder beibehalten?
Garschall: Das ist ja das Erfolgsrezept der Herbsttage seit 22 Jahren! So prominent war die Sänger- und Schauspielerriege allerdings noch nie: Gabi Schuchter ist die betrogene Ehefrau, Gernot Kranner der umtriebige Gottvater, Julia Cencig die öffentliche Meinung, Claudia Guarin die untreue Gattin& Aber unsere Publikumslieblinge kommen nicht zu kurz: Willi Narowetz als Höllenprinz, Christiana Bruckner als Kriegsgott, Magdalena Dlouhy, Stephan Eder, Heinz Müller und natürlich unser Chor, dem heuer besonders viel abverlangt wird.
NÖN: Sie versprechen eine Show mit feuriger Musik und eine humorvolle Reise durch Himmel und Hölle. Verraten Sie uns ein paar Details?
Garschall: Zwei Brüder - der Gott der Oberwelt Jupiter (Gernot Kranner) und der Gott der Unterwelt (Christian Baumgärtel) - reißen sich um dieselbe schöne sterbliche Frau: Da ist selbst die Ehe kein Hindernis und die Hölle schon gar nicht. So kommt es zu Missverständnissen und Turbulenzen am laufenden Band. Da hilft es auch nicht mehr, wenn es im Himmel eine Revolte gibt und Jupiter sich als Fliege verkleidet. Und selbst die öffentliche Meinung scheitert an ihrem Ziel: der heilen, treuen Ehewelt& Unterhaltung ist garantiert!
NÖN: Ergänzend zur Operette gab es in den letzten Jahren diverse Veranstaltungen. Wird es die auch heuer wieder geben?
Garschall: Passend zur Operette gibt es das Weiße Rössl für Kinder mit Christoph Wagner-Trenkwitz in gleich drei Rollen. Ein Spaß für die gesamte Familie am 15. Oktober. Am 23. Oktober feiern wir den Runden von Willi Narowetz im Rahmen einer Matinee. Willi ist wohl DIE zentrale Figur des Festivals und hat viele Menschen ins Theater gelockt. Die Herbsttage sind ohne ihn unvorstellbar!
Feurig sollen sie werden, die Herbsttage Blindenmarkt. Das kann man bereits an den ersten Bildern erkennen. LUKAS BECK







