VON INGRID VOGL
Zwei Ergebnisse hatte Barbara Haas schon in der Tasche, ein drittes fehlte noch, um erstmals in der Damen-Weltrangliste aufzuscheinen. Dieses Ergebnis fuhr die 15-Jährige letzte Woche beim zweiten 10.000 Dollar-Future in Sharm El Sheik ein, wo sie sich bis ins Endspiel vorkämpfte. 15 Punkte und ein Ranking rund um Position 900 waren der verdiente Lohn.
Der perfekte Saisonauftakt freute natürlich auch Manager Raimund Stefanits. „Der Einstieg in die WTA-Rangliste war ein großes Saisonziel. Dass Babsi es so schnell erreicht, ist natürlich sehr erfreulich. Speziell nach dem letzten halben Jahr wussten wir ja nicht, wo sie derzeit steht. Mit einem Finale und einem Semifinale aus den ersten beiden Saisonturnieren kann man nur zufrieden sein.“
Große Erfolge und kleine Enttäuschung
Trotz der großen Erfolge in Ägypten war Haas selbst nicht hundertprozentig zufrieden. „Vor den zwei Wochen wäre ich mit einem Semi und einem Finale happy gewesen. Jetzt bin ich schon ein bisschen enttäuscht. Die Chance war da. Leider muss ich noch etwas warten auf meinen ersten Future-Sieg“, meinte sie nach der Finalniederlage gegen die ungesetzte Russin Natela Dzalamidze (WTA Nr. 568).
Nach dem Semifinalerfolg gegen Wing-Yau Venise Chan aus Hongkong, die das erste Turnier in Sharm El Sheik für sich entschieden hatte, waren die Chancen auf den ersten Sieg auf Damenebene intakt. Haas ließ aber viele Chancen ungenützt. „Ich habe mich nicht optimal bewegen können. Der Hüftbeuger hat Probleme gemacht. Das soll aber keine Ausrede sein. Meine Gegnerin hat stark gespielt, viel riskiert und verdient gewonnen“, zog Haas Bilanz.





