VON DANIEL HARTL
Mit der hohen Startnummer 74 absolvierte Patrick Brachner die Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2013. Im Nachtslalom von Schladming belegte der Kematner den 54. Platz im ersten Durchgang. 53 Plätze hinter Österreichs derzeitigem Aushängeschild Marcel Hirscher, der mit 40.000 Fans im Rücken und auf einer perfekt präparierten Piste Bestzeit im ersten Durchgang fuhr.
Ergebnisse, von denen Patrick Brachner nur träumen kann. Der Kematner bestritt in Schladming seinen zweiten Weltcup-Slalom in dieser Saison, doch wie schon beim ersten Rennen in Zagreb hatte Brachner mit der hohen Startnummer und der von Läufer zu Läufer schlechter werdenden Piste zu kämpfen.
Oberstes Ziel war, einfach nur durchzukommen
Das vorgegebene Ziel von Trainer Hans-Daniel Fahrner, durchzukommen und Erfahrung zu sammeln, hat Brachner erreicht. Vom zweiten Durchgang war der Kematner allerdings weit entfernt. Ein Fehler beim Umlegen der Skier im Ausgang des Steilhanges kostete dem Nachwuchstalent einige Sekunden. „Ich kann mich nur mit den Leuten messen, die ähnlich hohe Nummern haben. Die Piste hatte schon derart viele Schläge, dass sie keine guten Zeiten mehr zuließ. Der Letzte, der sich qualifizierte, hatte Startnummer 44“, erklärte Brachner.
Auch von der fantastischen Stimmung bekam der für Aserbaidschan startende Brachner wenig mit. „Zwei oder drei Leute haben sich bei der Würstelbude noch umgedreht, als ich gefahren bin“, erzählte der 20-Jährige. Ob sich diese Zuseher auch im nächsten Jahr nach Brachner umdrehen werden? „Wenn ich fit bin, spricht nichts gegen einen Start bei der WM.“
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