VON INGRID VOGL
AMSTETTEN - KASTELA. „We will, we will rock you“. Mit diesen Klängen wollte Hallensprecher Christian Riegler die Amstettner Spieler und ihre Fans in der Pölz-Halle so richtig auf den entscheidenden Golden Set einstimmen. Der lautstarke Queen-Klassiker wurde aber vielmehr zum Weckruf für die Gäste aus Kroatien, die nach drei klar verlorenen Sätzen gerade rechtzeitig munter wurden.
Amstetten dominierte bis zum Golden Set
Zuvor hatten die Mannen aus Kastela, die das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden hatten, nicht sehr viel mitzureden. Die Amstettner, die auf den an der Schulter verletzten Marcus Guttmann verzichten mussten, bestimmten drei Sätze lang das Geschehen. Hauptverantwortlich für den Erfolg war diesmal aber nicht Jan Krba, der nicht seinen besten Tag erwischte und nur drittbester VCA-Scorer war. Für ihn sprangen Kapitän Petar Kirchev und Ryan Burrow mit Topleistungen in die Bresche. Bestens bedient wurden sie vom an diesem Tag besonders gut gelaunten Miklos Toronyai, der mit variantenreichem Aufspiel überzeugte.
Schnelles Spiel über die Mitte und guter Block
Die Amstettner dominierten auch am Block, hielten die Kroaten aber mit vielen Servicefehlern lange Zeit am Leben. Richtig gefährlich werden konnten die Gäste aber nicht. Auch nicht im zweiten Satz, in dem sie einen 17:22-Rückstand in eine 23:22-Führung verwandelten. Symptomatisch für die wenig glanzvolle Vorstellung der Gäste war der Matchball: Mit einem Servicefehler besiegelten sie den Entscheidungssatz. In diesem waren die Kräfteverhältnisse dann plötzlich auf den Kopf gestellt. Die Kroaten kamen besser ins Spiel, die Amstettner schienen ihr Pulver vorzeitig verschossen zu haben. Sie verpassten den Start total und lagen schnell mit 0:3 zurück. Auch eine Auszeit von Coach Miroslav Palgut half wenig. Die Kroaten waren so richtig in Fahrt und vergrößerten ihren Vorsprung kontinuierlich.
Kastela punktete am Ende nach Belieben
„Wir haben die Annahme nicht stabilisieren können und sind auch mit dem Sideout nicht durchgekommen“, musste Palgut die Niederlage seiner Mannen akzeptieren, die im Golden Set über sechs Punkte nicht hinauskamen.
Nun gilt die volle Konzentration dem AVL-Play-off, das bereits am Montag mit dem Heimspiel gegen Graz beginnt.





