VON WOLFGANG WALLNER
LEOBERSDORF / Verkehrsschilder, Parkbänke & Co. geraten immer wieder ins Visier von Vandalen. Nach den jüngsten Vorfällen hatte die Gemeinde wieder ein „Kopfgeld“ auf die Ergreifung der Täter ausgesetzt — 200 Euro Prämie winken für Hinweise nach den Verwüstungen zwischen Volksschule und Seniorenzentrum „Leovital“. „Kopfgeld allein ist zu wenig“, meint VP-Gemeinderat Mag. Johann Zöhling und fordert die rasche Erarbeitung eines Sicherheitskonzepts.
Bürgermeister Anton Bosch (Liste Zukunft) versteht die Aufregung nicht: „Leobersdorf ist mit den Prämien sehr gut gefahren. 500 Euro Kopfgeld haben dafür gesorgt, dass wir einen Schaden von 5.700 Euro ersetzt bekommen haben.“ Eine Aufklärungsquote von 99 Prozent bei Vandalenakten könne sich sehen lassen. Bosch: „Wir wehren uns aber nicht gegen ein Sicherheitskonzept. Die VP kann sich gerne in den zuständigen Gremien einbringen.“
Allerdings: Der Integrations- und Sicherheitsausschuss habe sich , so Zöhlings Vorwurf, „noch nie mit dem Thema Sicherheit beschäftigt“. Der VP-Klubchef: „Zudem hat die letzte Sitzung bereits vor vier Monaten stattgefunden.“ Zöhling verweist auf das Sicherheitskonzept seiner Fraktion, das auf Ideen fußt, die in Korneuburg bereits umgesetzt wurden. „Wie lange will die Gemeindeführung zuschauen?“
Die VP-Forderungen im Überblick:
Regelmäßige Streifen an öffentlichen Plätzen durch eine Securityfirma speziell in der Nacht. „Herrn Zöhling durfte entgangen sein, dass das schon längst umgesetzt wurde“, kontert Bürgermeister Bosch . Die Sicherheitsfirma NSA werde seit geraumer Zeit eingesetzt: „Ständig und überall können sie freilich nicht patrouillieren, es geht schließlich auch um den wirtschaftlichen Einsatz von Steuergeldern!“
Verhandlung von günstigen Tarifen für Leobersdorfer Bürger, wenn sie privat ein Bewachungsunternehmen beauftragen.
Erstellung eines vorbeugenden Gesamtsicherheitskonzepts .
„Als es darum ging, Parksheriffs zu engagieren war die Gemeinde flott“, ätzt Zöhling, „wenn es um die Sicherheit geht, hat man es nicht ganz so eilig.“






