TRIBUSWINKEL / Wahre Schrecksekunden musste eine Polizistin am Mittwoch erleben, als sie in den Lauf eines 44er-Magnum Revolvers blickte. Die tödliche Waffe war auf sie gerichtet.
Es war an sich ein Routineeinsatz, als am Abend des 15. Februar die Polizei Traiskirchen verständigt wurde. Ein häuslicher Streit, diesmal allerdings verbunden mit einer Morddrohung. Zwischen dem 46-jährigen Ernst W. und seiner 50-jährigen Lebensgefährtin Andrea war es zum Streit gekommen. Der Mann, er ist Büchsenmacher, hatte dabei einen Revolver und ein Gewehr auf den Wohnzimmertisch gelegt. Er bedrohte seine Lebensgefährtin mit dem Umbringen und hinderte sie daran, das Haus zu verlassen. Schließlich gelang es der Frau doch auf die Terrasse zu flüchten und mit ihrem Handy ihre Freundin anzurufen.
Die Freundin alarmierte daraufhin gegen 21.30 Uhr die Polizei. Die Polizisten betraten das Haus durch die offene Terrassentür. Diesen Moment nutzte die bedrohte Lebensgefährtin: sie konnte noch ein paar Kleidungsstücke zusammenraffen und flüchtete. Ernst W., er war eindeutig alkoholisiert, versuchte die Beamten aus dem Zimmer zu drängen. Als die Polizistin seiner Aufforderung, den Raum zu verlassen, nicht nachkam, griff der 46-Jährige plötzlich hinter sich und richtete einen großkalibrigen Revolver auf die Beamtin.
Die Inspektorin reagierte rasch – sie schlug ihrem Angreifer die Hand mit dem Revolver zur Seite und mit Hilfe ihres Kollegen konnte Ernst W. die Waffe abgenommen werden. Die beiden Beamten rangen ihn zu Boden und legten Handschellen an.
Ein Alkotest auf der Polizeiinspektion ergab einen Wert von über ein Promille. Bei Ernst W. wurden noch ein zweiter Revolver gefunden. Und bei der Hausdurchsuchung in Tribuswinkel steiße die Polizei auf „einen Bus voller Waffen und Munition“, wie ein Ermittler erzählt.
Sämtliche Waffen werden jetzt von der Polizei überprüft. Bei dem Handgemenge wurden beide Polizisten leicht verletzt. Ernst W. sitzt in U-Haft. Er ist geständig zum Tathergang, leugnet jedoch jegliche Mordabsicht.








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