VON BERNHARD GARAUS
Die Pflicht hat das österreichische Herren-Nationalteam erfüllt. Eindrucksvoll setzte sich unsere Auswahl in der ersten Qualifikationsphase für die Weltmeisterschaft gegen Großbritannien und Israel durch. Der Bad Vöslauer Tormann Thomas Bauer war verletzungsbedingt zum Zuschauen verdonnert.
Beim Abschlusstraining verletzte er sich am Knöchel. „Überdehnt, geprellt, gequetscht, aber zumindest ist nichts gebrochen oder gerissen“, erklärt der Keeper, der mit den Ergebnissen seiner Kollegen freilich zufrieden war. „Wir haben wie erwartet das Playoff erreicht, von leichten Spielen darf man aber nie sprechen. Wir waren dann in keiner Partie gefährdet, haben die Spannung hochhalten können.“
Die Quali-Chance lebt: „Vor vollem Haus alles möglich!“
Für das entscheidende Playoff-Spiel für die WM-Quali geht es gegen einen Konkurrenten, der derzeit bei der Europameisterschaft in Serbien im Einsatz ist. Ein echtes Wunschlos hat Bauer dabei nicht: „Die Slowakei und Tschechien sind vom Namen her keine Weltklasse-Teams, aber Tschechien hat Deutschland geschlagen.“ Gegen die Deutschen, bei denen Bauer für den TV Neuhausen in der 2. Bundesliga spielt, wäre es natürlich immer etwas Besonderes. Wichtiger als der Gegner ist für den Keeper aber die Unterstützung der Zuschauer.
In den Quali-Spielen waren die Hallen zweimal ausverkauft, im Juni bei der Entscheidung spielt das Team in der Albert-Schultz-Halle in Wien, wo über 7.000 Fans kommen könnten. „Mit einem vollen Haus im Rücken können wir mit unserem Leistungsmaximum die Qualifikation schaffen“, ist Bauer überzeugt. Bis dahin kämpft der Vöslauer mit Neuhausen um den Aufstieg. Zum Start der Rückrunde am Samstag will er auf alle Fälle wieder mitspielen. „Jetzt habe ich zwölf Tage nur zuschauen können, jetzt will ich wieder Handball spielen!“
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