Fasslabend wurde im Wrack eingeklemmt und erlitt eine offene Fraktur am Bein, bestätigten Polizei und AKH einen Bericht der Tageszeitung "Kurier" (Sonntags-Ausgabe). Der Ex-Minister (67) sei stationär aufgenommen worden und befinde sich nach einer Operation auf dem Weg der Besserung, sagte AKH-Sprecherin Karin Fehringer am Samstagabend.
Werner Fasslabend und seine Frau sollen sich gegen 3.00 Uhr auf dem Heimweg von einem Ball befunden haben. Auf der B9 zwischen Petronell und Bad Deutsch-Altenburg (Bezirk Bruck a.d. Leitha) sei ihr Wagen, ein BMW, von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Anschließend habe sich das Fahrzeug überschlagen und sei auf dem Dach zu liegen gekommen, hieß es in dem Bericht. Bei der Polizei konnte man am Samstagabend lediglich den Unfall bestätigen, zum genauen Hergang gab es keine Informationen.
Martina Fasslabend sei nur leicht verletzt worden und habe das Wrack eigenständig verlassen können. Sie wurde laut "Kurier" zur Beobachtung ins Spital nach Hainburg gebracht, habe dieses aber noch am Samstag verlassen können. Ihr Mann hingegen musste von der Feuerwehr aus dem Wagen geborgen werden. Er wurde mit einem Notarztwagen ins Wiener AKH gebracht.
Die Straße dürfte zum Unfallzeitpunkt trocken gewesen sein. Ein Alkoholtest sei aufgrund der schweren Verletzung des Ex-Ministers nicht sofort durchgeführt worden, sondern werde mit der Blutanalyse im Spital nachgeholt. In der Familie gehe man von Übermüdung als Unfallursache aus, hieß es im "Kurier".
Fasslabend war fast zehn Jahre lang - von Ende 1990 bis 2000 - Verteidigungsminister, danach bis 2002 Dritter Nationalratspräsident und außerdem von 1997 bis 2003 Obmann des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB. Erst 2007 zog sich der heute 67-Jährige nach 20 Jahren aus dem Parlament zurück.
Ex-Minister Fasslabend und Ehefrau bei Unfall verletzt

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