Im Showdown um die Obmannschaft in der ÖVP Au ging die Wahl klar aus: Der amtierende Bürgermeister Herbert Mihaly zog gegen seinen Kontrahenten den Kürzeren - nicht zuletzt, weil nicht wie erwartet der frühere Langzeit-Obmann Josef Jandrinitsch gegen ihn antrat. Er hätte nämlich eine Zwei-Drittel-Mehrheit gebraucht, seinem Neffen Gerhard Holzer genügte die einfache Mehrheit - und die kürte ihn kurze Zeit später zum neuen VP-Chef. Ein geschickter Schachzug, der Jandrinitsch nun innerparteilich den Weg für die Kandidatur bei der nächsten Wahl ebnet.
Die Kampfabstimmung um die Führung der ÖVP im kleinen Au war mit Spannung erwartet worden. Entsprechend groß war auch der Andrang: Von den rund 1.000 Einwohnern haben gut 200 den Weg in die Kulturhalle gefunden, um das Schauspiel live mitzuerleben. Eindeutig ein Hinweis darauf, dass es gut wäre, mit Offenheit und Transparenz möglichst einen letzten Funken von sachlich-politischem Verhalten zu demonstrieren. Mit einem Presseverbot bei der Wahlveranstaltung hat die VP-Führung genau das Gegenteil signalisiert.
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