KLEINNEUSIEDL / Der Fotograf Rudolf Schmied wurde 1971 in Wien geboren und lebt derzeit in Kleinneusiedl. Er hat sich neben vielen anderen Jobs recht bald der Schwarz-Weiß-Fotografie verschrieben und sieht jedes seiner Bilder als einen Ausdruck des Respekts gegenüber dem Medium Bild.
Im Künstlerhaus Wien ist nun die Ausstellung „Zeitzeugen - Fotografie in Österreich seit 1945“ noch bis zum 29. Jänner zu sehen. Rudolf Schmied ist mit seinem Bild „Ein Leben. Ein Mythos.“ vertreten. Es erzählt die Geschichte des leidenschaftlichen Porsche-Sammlers Viktor Grahser, der in der Steiermark geboren wurde und 1962 mit 22 Jahren nach Australien emigrierte. In Melbourne arbeitete er als Flugzeugmechaniker. Erst nach dem Tod seiner Mutter kehrte er 1993 nach Österreich zurück. Im Gepäck hatte er einen Porsche 356 Speedster, der ab 1955 in Stuttgart gebaut wurde.
Rudolf Schmied lernte Viktor Grahser kurz nach dessen Rückkehr kennen. Eine Freundschaft bahnte sich an. Zunächst suchten beide nach Original Porsche Ersatzteilen und schließlich ließ sich Viktor Grahser in seinem Haus fotografieren.
„Das Haus war völlig ausgehöhlt, nur die Grundmauern standen noch. Es gab zwei Räume, wobei Grahser in einem auf 20 m? lebte. Der Porsche hatte 100 m? zur Verfügung. Grahser schlug einfach ein Loch in die Außenmauer und schob den Wagen hindurch.“
Rudolf Schmied darf sich nun in eine Reihe mit so berühmten Namen wie Ernst Haas, Inge Morath, Franz Hubmann, Hermann Nitsch, Günter Brus und Valie Export stellen. Eine große Ehre für ihn, in dieser Ausstellung präsentiert zu werden.
Die Zeitzeugenausstellung im Künstlerhaus.
ZVG







