NÖN: Gerade jetzt, wo alle vom Sparen reden, wird oft bei der Kultur als erstes der Rotstift angesetzt - wieso ist das so?
Weber-Einramhof: Es ist nach meinem Empfinden deswegen so, weil Kultur nicht messbar und wägbar ist. Kultur tut unserer Seele gut und sie ist für Menschen - insbesondere Kinder und Jugendliche - für die Motivation sehr wichtig. Kultur ist nicht fassbar und hat daher leider einen geringeren Stellenwert als andere Bereiche.
NÖN: Zum Jahr 2012 - gibt es Schwerpunkte, über die wir jetzt schon reden können?
Weber-Einramhof: Ja, ganz aktuell wird es im Wiener Turm eine Ausstellung über österreichische Gegenwartskunst (Josef Mikl) geben. Sie wurde uns aus der Sammlung Thomas Eichler angeboten und wir haben sie mit großem Dank genommen. Eine ganz große Sache. Die Eröffnung ist am 23. Februar. Es gibt dann natürlich weitere Pläne und Ideen, worüber ich aber noch nicht viel dazu sagen möchte, weil alles erst im Planungsstadium ist. Ich möchte auch gerne mehr in Richtung Klassischer Musik machen, weil die in Bruck leider nicht mehr so präsent ist. Dann wird der Akkuschrauberwettbewerb als Ersatz für das Sportstadtfest mit mehr Musik aufgewertet werden. Wir unterstützen natürlich weiterhin den Freiraum und das Bluesfestival. Theater in Bruck ist mir auch zu wenig, aber auch da gibt es Pläne und Ideen.
NÖN: In Hainburg gibt es die Kulturfabrik, die in Sachen Musiktheater sehr aktiv ist. In Bruck gibt es das Stadttheater, das für alle möglichen Aufführungen zur Verfügung steht. Gibt es Pläne, Synergien zu nützen? Ein spezielles Kartenangebot?
Weber-Einramhof: Ja, es gibt Ideen und Gespräche, ich will aber im Moment nicht mehr dazu sagen. Aber Ideen gibt es. Es wäre mir ein großes Anliegen, dass auch im Stadttheater mehr in Richtung Kinder und Jugendliche passiert.
NÖN: Und wie schaut es mit der Zielgruppe der Senioren und Seniorinnen aus?
Weber-Einramhof: In diese Richtung haben wir noch nicht gedacht, bin aber dankbar für jede Idee und jeden Vorschlag.
NÖN Welche Maßnahmen werden geplant, um mehr Menschen zur Kultur zu bringen?
Weber-Einramhof: Eine interessante Frage. Natürlich über die übliche Werbung, aber auch mittels anderen Formen, wie wir anlässlich der Kulturpreisverleihung an Christian Zenger gesehen haben. Ich werde das mit großer Aufmerksamkeit verfolgen, denn gerade bei Ausstellungen merkt man stark, dass hier immer die gleichen Besucher kommen. Was schön ist, aber wir wollen gerade die ansprechen, die sonst lieber zu Hause bleiben.
NÖN: Was wird der Jugend in Bruck hinsichtlich Kultur angeboten werden?
Weber-Einramhof: Da ist einiges in Arbeit. Konkret gibt es Gespräche bezüglich eines Literaturpreises, aber das hat alles eine viel längere Vorlaufzeit als ich mir wünschen würde.
Schuldenbremse...................
„Schwierig mit einem Wort zu sagen, auf jeden Fall unfair, so lange nichts zu machen und dann voll in die Bremsen zu steigen.“
Integration...........................
„Ganz, ganz wichtig - ein gutes Miteinander.“
Salzburger Festspiele..........
„Schön, elitär, teuer und abgehoben, aber ein Aushängeschild.“
Rating Agenturen................
„Furchtbar, die haben eine Macht, die ihnen nicht zusteht. Die Frage ist, wer ihnen diese Macht gibt.“
Franz Welser-Möst..............
„da muss ich passen.“
Ingeborg-Bachmann-Preis....
„Eine wichtige Initiative, besonders für junge Talente.“
Burka.....................................
„Schwieriges Thema, wo Integration an ihre Grenzen stößt.“
Neujahrsvorsätze................
„Ganz egoistisch: mir mehr Zeit für mich und meine Familie zu nehmen.“







