VON CHRISTIAN EPLINGER
WIESELBURG-LAND / Den 12. November 2009 wird Karl Gerstl wahrscheinlich sein Leben lang nie vergessen. An diesem Tag gab es gleich zwei einschneidende Erlebnisse für ihn: Am Vormittag begrüßte er noch als Vizebürgermeister die Gäste bei der Eröffnung des neuen Technologiezentrums Wieselburg-Land (TZWL), am Abend wurde er dann im Gemeinderat zum Bürgermeister gewählt. Klar, dass Karl Gerstl einen besonderen Bezug zum TZWL hat.
Nur zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung könnte heuer der nächste große Schritt auf dem Weg zum Technopol erfolgen. Denn im Land denkt man bereits laut über eine Erweiterung des Technologiezentrums nach, nachdem die Büros des bestehenden TZWL dank „Bioenergy 2020+“ und dem Fendt-ACA-Center der Firma Roher voll belegt sind. Zuletzt hat der neue Technopol-Manager für das Mostviertel, Johannes Eßmeister, im TZWL sein Büro bezogen. Über die Ausbaupläne wollte er aber vorerst noch nichts verraten. „Es gibt Gespräche, aber die endgültigen Entscheidungen fallen erst“, betonte Eßmeister.
Eine Vorentscheidung könnte bei der nächsten Kammersitzung der Landeslandwirtschaftskammer fallen. Denn dort soll über die Zukunft des Futtermittellabors Rosenau entschieden werden. Diese Serviceeinrichtung der Kammer aus dem Jahr 1978 bedarf einer dringenden Erneuerung. Als Varianten stehen ein Neubau oder die Einmietung in das TZWL zur Diskussion. Daneben soll es auch noch einen weiteren Interessenten für eine Einmietung in einem erweiterten Technologiezentrum geben.
„Natürlich hoffen wir als Gemeinde, dass unser Technolgiezentrum erweitert und letztendlich zu einem Technopol-Standort ausgebaut wird. Das wäre eine enorme Aufwertung. Unser Ziel ist eine Technikerinitiative. Seitens der Gemeinde sind wir für weitere Investitionen bereit“, betont Landbürgermeister Karl Gerstl gegenüber der NÖN.







