VON KARIN KATONA UND
SUSANNE LEONHARTSBERGER
PÖCHLARN, WIESELBURG / Eine Schule, in der hochbegabte Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden - das war schon länger der Traum von Gottfried Müllschitzky, Direktor des BG/BRG Wieselburg. Durch eine Kooperation mit der Stadt Pöchlarn sollte, unter der Patronanz der Wieselburger, in Pöchlarn (als Anfangslösung in der Hauptschule) ein Gymnasium für Hochbegabte entstehen. Das Einzugsgebiet: vom nördlichen Waldviertel bis in die Steiermark sowie von Linz bis Neulengbach. Im kommenden Schuljahr wird es zunächst aber nur eine Hochbegabten-Versuchsklasse in Wieselburg geben, da für eine eigene Schule die nötigen Ressourcen fehlen - sowohl beim Platzangebot in Pöchlarn als auch bei den Lehrern. „Unser Schulversuch ist bereits im Ministerium eingereicht, und es sieht ganz gut aus, dass dieser auch bewilligt wird“, erzählt Direktor Müllschitzky.
Wie es mit Pöchlarn weitergeht, ist offen. Das Hauptproblem liegt für Robert C. Rausch, Direktor der Öko-Hauptschule/Neue Mittelschule Pöchlarn beim Personal: „Ich bin grundsätzlich für die Begabtenklasse, will jedoch für die Neue Mittelschule optimale Verhältnisse schaffen. Für diese werden zwar AHS-Lehrerstunden bezahlt, aber die ausführenden Lehrkräfte muss ich selber suchen - und es gibt zu wenige!“
Direktor Rausch hofft auf positive Polit-Entscheidung
Generell habe Rausch dem Schulversuch zugestimmt. Von der Schulkooperation habe er sich erwartet, dass die AHS-Lehrer, die in der Begabtenklasse eingesetzt werden, künftig auch in der Neuen Mittelschule unterrichten. Hier kann aber auch Direktor Müllschitzky nicht dienen - auch er spürt den Lehrermangel. Zusätzlich gibt es an der Neuen Mittelschule ein Platzproblem. „Hier müsste die Politik ein gewichtiges Wort sprechen“, findet Rausch, der seine Bedenken Landesschulinspektor Leopold Rötzer mitgeteilt hat. Rötzer gab die Information weiter, doch er „intervenierte keineswegs, weil es um Bundeslehrer geht.“
Ob und wo Klassen für Hochbegabte entstehen, liegt beim Ministerium, so Landesschulratspräsident Hermann Helm: „Wegen des Platzproblems wurde die räumliche Verteilung angedacht. Mit einer Zusage ist nur bei Kostenneutralität zu rechnen.“







