VON KARIN KATONA
UND CLAUDIA CHRIST
BEZIRK / Eltern, die ihren Kindern eine Ausbildung in einer Privatschule ermöglichen, haben laut Arbeiterkammer in diesem Schuljahr mehr als 10 % Mehrausgaben.
Durchschnittlich kostet der Schulbesuch eines Kindes in einer privaten mittleren oder höheren Schule in Niederösterreich 1.179 Euro pro Jahr. Ein Posten, der das Haushaltsbudget schmerzhaft belasten kann.
In der einzigen Privatschule im Bezirk, der PVS Wolfpassing, ist man bei den Schulgebühren um soziale Gerechtigkeit bemüht. „Uns geht es nicht um Gewinn, sondern darum, ausgeglichen zu bilanzieren“, versichert Schulleiter Georg Lang. Weil das mit dem ursprünglich geplanten Kostenbeitrag von 100 Euro im Monat nicht möglich war, hat man nun auf 120 Euro monatlich erhöht. „Aber wir haben nicht vor, das Schulgeld noch einmal anzuheben.“ Für Geschwisterkinder gibt es eine Kostenstaffelung.
Die Ausbildungskosten im Schulzentrum Ybbs schlagen mit 1.170 Euro jährlich für die IT-HTL und 960 Euro für HAK und HAS zu Buche. „Nun ist der Plafond erreicht“, so Schulleiter Rainer Graf, der sich alle zwei Jahre neuen Verhandlungen mit der Stadtgemeinde stellt. Auch im kommenden Jahr wird es laut Schulleitung keinen Preisanstieg geben. Danach wird neu verhandelt. „Es kommt aber maximal zu einer moderaten Anhebung im Bereich der Inflationsrate“, ist sich Graf sicher.
Die Höhere Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft Yspertal setzt auf die Splittung der Kosten. In 12 Teilbeträgen können Eltern den Jahresbetrag von 890 Euro in Raten bezahlen. Erhöht wird das Schulgeld laut Direktor Johann Zechner jeweils um die jährliche Teuerungsanpassung.
Damit liegen die Kosten für die Privatschulen im und um den Bezirk Scheibbs im moderaten Bereich. „Im Vergleich mit den Städten sind unsere Privatschulen sehr günstig“, bestätigt Georg Lang von der PVS Wolfpassing.







