VON ARMIN GRASBERGER
Zehn Kilometer klassisch und zehn Kilometer Verfolgung - der Göstlinger Johannes Dürr konnte am vergangenen Wochenende bei den österreichischen Meisterschaften diese beiden Disziplinen für sich entscheiden und krönte sich somit zum Doppelstaatsmeister. Dies sind Dürrs erste Titel auf dieser Leistungsstufe. Besser hätte der Jänner eigentlich nicht ausklingen können.
Bereits einen Tag vor seinem ersten Triumph setzte der Göstlinger ein Ausrufezeichen. Er holte im Sprint etwas überraschend den vierten Rang und deutete somit an, dass im weiteren Verlauf der Wettkämpfe auf alle Fälle mit ihm zu rechnen sein würde. Und so ganz unerwartet kamen die Siege dann auch gar nicht. Denn bereits beim Dolomitenmann, dem größten Volkslauf Österreichs, belegte Dürr den starken 13. Rang.
Triumph vor den Augen der Familie
„Ich habe mich riesig gefreut“, strahlte der Göstlinger nach den Rennen. „Besonders schön war, dass meine Eltern und viele enge Bekannte meine Siege live vor Ort miterleben konnten“, bedankt sich Dürr für die Unterstützung durch sein Umfeld.
Nachdem er am Samstag bereits den Titel über die zehn Kilometer klassisch geholt hatte, startete der Göstlinger am Sonntag mit rund einer halben Minute Vorsprung in das Verfolgungsrennen. Seine Taktik ging voll auf und so feierte er einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. „Ich habe gleich zu Beginn Gas gegeben, um die Gegner zu zermürben“, grinste Dürr. „Das hat wunderbar geklappt. Ich habe das Rennen ungemein genossen.“
Für den frischgebackenen Doppel-Staatsmeister geht es nun mit Weltcuprennen weiter. Dazu reist er nach Russland. Mit zwei Titeln im Gepäck ist Johannes Dürr dort jedenfalls einiges zuzutrauen.
Geburtstag: 12. März 1987
Heimatort: Göstling/Ybbs
Hobbys: Sport, Lesen, gutes Essen, Schlafen
größte Erfolge: Doppelstaatsmeister 2012, 3. Platz bei der Junioren-Europameisterschaft, 3. Platz im Europacup
Ziele für die aktuelle Saison: „Mein Hauptziel in dieser Saison ist es, mich bei einem Weltcuprennen unter den Top 30 zu platzieren und somit Weltcuppunkte zu sammeln.“






