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08.02.2012 | 19:12 |
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Fall Kampusch - Internetportal: Zweifel am Selbstmord von Priklopil
FALL KAMPUSCH: MUTMASSLICHE ENTFUEHRER WOLFGANG P.
Erneute Spekulationen rund um den Entführungsfall Natascha Kampusch: Laut dem Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten Online" sollen Dokumente aufgetaucht sein, die angeblich am Selbstmord von Täter Wolfgang Priklopil zweifeln lassen.

Demnach soll Priklopil vielmehr ermordet worden sein. Unterstützt wird die These durch ein auf dem Portal publizierten Foto der Leiche des Entführers. Die Art und Weise, wie die Leiche auf den Schienen lag, soll "inszeniert" gewesen sein.

"Der Fall wurde bis ins letzte Detail ausermittelt, auch diese Darstellung ist bekannt, hat sich aber nicht erhärtet", sagte der Sprecher der Wiener Staatsanwaltschaft Thomas Vecsey. Die Version, dass Priklopil ermordet worden sei, brachte der ehemalige Leiter der damals in der Causa Kampusch eingesetzten Sonderkommission, Franz Kröll, ins Rollen.

Der mittlerweile verstorbene Ermittler vertrat die Ansicht, dass jemand ein besonderes Interesse gehabt hätte, dass Priklopil nach seinem Tod "sofort erkannt und kein Blut für eine toxikologische Analyse entnommen wird". Der nahezu unversehrte Körper lag auf der einen, der abgetrennte Kopf auf der anderen Seite der Schienen. Wer Selbstmord begehen wolle, springe vor den Zug und dann werde die Leiche über einen Kilometer verstreut, meinte Kröll damals.

Vor fünfeinhalb Jahren gelang Natascha Kampusch die Flucht aus den Fängen ihres Entführers Wolfgang Priklopil. Rund achteinhalb Jahre wurde sie in einem Kellerverlies im Haus Priklopils im niederösterreichischen Strasshof gefangen gehalten, bevor sie in einem unbeobachteten Moment flüchten konnte.
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10.02.2012 19:16

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Denkunmöglich?
Ich bin garantiert kein Anhänger von Verschwörungstheorien. In diesem Fall aber scheint es mir jedenfalls nicht ganz denkunmöglich, dass Prikopil ermordet wurde oder zum Selbstmord gedrängt wurde.

- Wenn es tatsächlich so ist, dass sich Prikopil zwecks Selbstmord mit dem Hals auf eine Schiene legte (und sich nicht wie dies bei dieser Art der Selbsttötung meißt ist, vor den herannahenden Zug wirft), sein Kopf dann auf diese Art vom Körper getrennt wurde, so ist das jedenfalls ziemlich ungewöhnlich.

- Warum wurde nicht, selbst wenn sich Prikopil unzweifelhaft selbst getötet haben sollte, Blut von ihm zwecks toxikologischer Untersuchungen entnommen?

- Der Ermittler Franz Kröll schied zumindest offiziell per Freitod aus seinem Leben. Jedoch: Dessen Bruder meldete erhebliche Zweifel daran an.

- Die Zweifel zweier Höchstrichter an umfassender, unzweifelhaft korrekter Ermittlung in diesem Fall sind der Öffentlichkeit gut bekannt. Ich denke nicht, dass diese Herren ohne triftige Gründe ihre Zweifel öffentlich kund taten.

Fragen tun sich jedenfalls auf.


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