Halbzeit bei den Gänserndorfer Handballern und mit dem Einzug ins Aufstiegs-Play-Off sind die Marchfelder voll im Plansoll – sollte man meinen! Hinter den Kulissen brodelt es nämlich beim UHC Gänserndorf.Dass die Gänserndorfer im letzten Spiel des Grunddurchganges den Bundesligameistertitel verspielt haben, ist ärgerlich aber gar nicht das große Problem. Vielmehr kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Aufbruchsstimmung, die mit der Bestellung von Zdenek Missbach als Trainer geschaffen wurde, längst wieder verpufft ist. Der Tscheche wirkte zuletzt ein wenig frustriert, weil die Trainingsbeteiligung unter seinen Spielern zu wünschen übrig ließ. Ein Problem, mit dem sich schon so mancher Trainer in Gänserndorf herumschlagen musste. Missbachs Vorgänger verloren diesen Machtkampf stets. Der Tscheche hat aber mittlerweile ein Standing – auch in Spielerkreisen – das zuvor kaum ein UHC-Trainer hatte. Alle bestätigen sein Fachwissen und den richtigen Umgang mit der Mannschaft.
Die Verantwortlichen in Gänserndorf müssen sich langsam eingestehen, dass eine Rückkehr in die Handball Liga Austria mit dieser Mannschaft eine Illusion bleibt. Nicht etwa, weil das Gros der Gänserndorfer Spieler talentfrei wäre, sondern weil viele davon den dafür nötigen Aufwand scheuen.
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