VON PETER SONNENBERG
„Wir wissen wieder, dass wir voll dabei sind“, atmete Neusiedl Coach Wolfgang Roschitz erleichtert auf. Nach dem durchwachsenen Auftakt in die Hallensaison traten erste Selbstzweifel auf, doch mit zwei Siegen gegen die direkte Konkurrenz aus Zwettl und Urfahr legten sie sich wieder. Die harten Trainingseinheiten zwischen Weihnachten und Neujahr zeigten Wirkung, zudem verstärkt mit Gudrun Kronberger ab sofort ein Neusiedler Urgestein den Trainerstab. „Mehr Know-how kann nicht schaden“, freute sich Roschitz, der den erfolgreichen Jahresauftakt auch symbolisch als Neustart sieht: „Wir sind im letzten Jahr einfach zu oft an unserer hohen Erwartungshaltung gescheitert, jetzt geht es nur mehr Schritt für Schritt.“ Der nächste Schritt wartet am kommenden Wochenende in Ahlhorn (Deutschland), beim Hallen-Europapokal. Dank dem Europapokal-Triumph der Arnreiter Damen qualifizierte sich Neusiedl als Vizemeister für die Königsklasse der Faustballer. „Und das Ziel ist eine Medaille“ gibt sich Roschitz selbstbewusst.
Die Außenseiterrolle liegt den Weinviertler Damen
Auch wenn er seine „Girls“ im Duell mit Gastgeber Arnhorn als krasse Außenseiter sieht: „Die Ahlhorner sind der klare Favorit, mit ihrer Abwehr als Prunkstück und dem variablen Angriffsspiel eine schwierige Aufgabe für uns.“ Nicht gerade ein Vorteil wird die späte Anreise der Weinviertler Damen. Arbeitsbedingt fliegt man erst Freitag Abend nach Norddeutschland, das Umfeld sollte für die Strapazen entschädigen: „Ahlhorn ist ein Vorzeigeverein, die stellen eine tolle Sache auf die Beine“, streut Roschitz Rosen. Nicht zu Unrecht, werden doch über 500 Besucher erwartet. „Eine bessere Motivation kann es für meine Mädls nicht geben.“






