VON PETER SONNENBERG
2. BUNDESLIGA OST
Dabei reisten die Drösinger nur als Zweitplatzierter in den Hexenkessel nach Laa, um im Weinviertel-Derby den Titelkonkurrenten zu überholen.
Jeder der Beteiligten, auch die gut 120 Zuseher auf der Tribüne, rechnete mit einer heiß umkämpften Partie, die sich womöglich erst im letzten Satz entscheiden würde. Für die Gäste gab es aber noch vor dem ersten Ballwechsel eine Hiobsbotschaft, mit Zuspieler Gerald Hitter fiel ein Schlüssel- spieler aus, für ihn schlüpfte Trainer Bernhard Schneider ins Trikot. Doch kommt es ja immer anders, als man denkt, am Samstag auf positive Art und Weise für Drösing: Von Anpfiff an war man konsequent bei der Sache. Defensiv zwickten Bahr & Co. so manch schon verloren geglaubten Ball vom Boden oder der Wand. Und im Aufbau wurden die Bälle, ruhig und sicher wie eine gut geölte Maschinerie, zum Angriff vorbereitet. Damit war es ein Leichtes für Schuster und Co., die präsentierten Bälle zu versenkten. Coach Schneider war begeistert: „Die Serviceleistung von Manfred war einfach nur makellos! Fein für die anderen Mitspieler, wenn du weißt, egal was passiert, beim nächsten Service macht der Fred das Ding wieder gut!“ Diesem Umstand und dem konstanten Druck durch den Rückschlag hatten die Laaer nicht viel entgegen zu setzten. Die Drösinger dominierten das Spiel und gaben es zu keiner Zeit aus der Hand, 4:0 lautete das imposante Endergebnis. „Heute stimmte einfach alles! Von vorne bis hinten, von den Zuschauern bis zum Ergebnis, ein richtig geiler Faustballabend“, schwärmte Schneider. Mit diesem Sieg überholte Drösing Laa in der Tabelle und steht vor dem letzten Spieltag ganz oben.
Große Meisterparty bei Sieg am Mittwoch
Mit einem Sieg am Mittwoch in Kagran könnte man das Ziel, den Aufstieg in die höchste Spielklasse Österreichs, verwirklichen. „Wir wollen und werden auch am Mittwoch noch von der Spitze grinsen“, lautet die Kampfansage von Martin Arthold.
BUNDESLIGA DAMEN
„Den ersten Härtetest mit Bravour bestanden“, analysiert Wolfgang Roschitz den Auftritt seiner Mädels gegen Urfahr und Drösing. Vor allem das Duell mit den Linzerinnen, ein direkter Konkurrent im Kampf um die Qualifikation für das „Final3-Turnier“ bot Faustball vom Feinsten. Und einmal mehr zeigten die Weinviertler Damen, welches großes Potenzial in ihnen steckt. Gepaart mit dem souveränen Derbysieg über Drösing darf man sich jetzt berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme machen. Auch wenn Roschitz auf die Euphoriebremse tritt: „Erst wenn wir fix qualifiziert sind, fange ich zum Jubeln an.“






