VON PETER SONNENBERG
Erst vor knapp einem Monat gelang dem Lasseer Ultraläufer Rainer Predl der Sprung ins Buch der Rekorde - mit einer neuen Bestmarke über 100 Kilometer auf dem Laufband. Jetzt präsentiert der Marchfelder schon wieder zwei brandneue Projekte, die rekordverdächtig klingen.
Zum einen plant er für das Frühjahr 2013 einen Weltrekordversuch auf dem Laufband über 1000 (!) Kilometer. Schauplatz dieses spektakulären Events wird der Intersport Eybl Megastore in der Wiener Mariahilferstraße sein. Wie immer bei Predl folgt sogleich die Frage nach dem ’Warum?‘. „Weil mich solche Herausforderungen reizen und der Kampf gegen den Willen einer der elementarsten Kämpfe des Menschen ist.“
Grünes Licht von Ärzten für extreme Vorbereitung
Dem Argument der Gesundheitsschädigung setzt das Mitglied des Österreichischen Ultralauf-Nationalteams Folgendes entgegen: „Natürlich ist der menschliche Körper für solche Belastungen nicht konzipiert, aber ich habe von meinen Ärzten grünes Licht bekommen, rein physisch spricht nichts dagegen.“ Das Training startete mit Jahresanfang, dabei werden die mentale Leitfähigkeit, sowie Ausdauer samt Schnelligkeit trainiert. Begleitet wird Predl bei dem Projekt von Ärzten, Physiotherapeuten, Mental- und Ernährungsberatern. Das ist aber noch gar nichts im Vergleich zum zweiten Projekt: Denn zum anderen will Predl im Laufe der nächsten Jahre auch beim Transeuropalauf teilnehmen. Dieser Etappen-Ultramarathon, der durch ganz Europa führt, hat ein wechselndes Streckenprofil, wird aber ohne Ruhetag absolviert, was eine extreme Belastung für Körper und Geist darstellt. Und Stichwort extrem: gibt es überhaupt etwas, das für Predl nicht zu extrem ist? Die Antwort ist so vielsagend wie lapidar: „Nein.“





