MOORBAD HARBACH / Die derzeit größte Photovoltaik-Anlage im Bezirk Gmünd befindet sich am Dach der neuen Klärschlammtrocknungshalle der Abwassergenossenschaft Moorbad Harbach. Diese 290 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage, die am 30. Oktober ans Netz ging, wurde am 4. November feierlich eröffnet.
Um die Betriebskosten weiter zu senken, wurde diese Photovoltaik-Anlage am Dach der Klärschlammtrocknungshalle errichtet. Obmann Herbert Pöschl erörterte die Vorteile: „Mit der neuen Anlage können wir in Zukunft unseren gesamten Strombedarf für die Abwasserbeseitigungsanlage in Harbach decken. Diese Anlage produziert rund 40.000 Kilowattstunden an elektrischer Energie pro Jahr, das entspricht dem Energieverbrauch von rund zwölf Einfamilienhäusern.“
Der Abwassergenossenschaft bringt diese Anlage eine große Kostenersparnis. Pöschl rechnet mit einer Senkung der Betriebskosten von rund 4.500 Euro im Jahr.
Die von der Firma Kiselka errichtete Anlage weist eine Leistung von 42 Kilowatt peak auf. Investiert wurden dafür 138.000 Euro, davon werden 69 Prozent durch Bund und Land gefördert. „Parallel dazu werden wir um eine Tarifförderung ansuchen. Sollten wir einen Einspeisevertrag bekommen, dann wird unsere Anlage zu 100 Prozent gefördert“, betonte Pöschl. Als weiteren Beitrag zur Kostenreduktion wurde eine Schlammtrocknungshalle errichtet. Durch diese Trocknungsanlage kann das Gewicht des anfallenden Klärschlamms reduziert und die Betriebskosten noch einmal gesenkt werden.
Diese Halle ist 30 mal 15 Meter groß und wurde auf einer Betonplatte mit Stützfundamenten errichtet. Die Kosten dafür beliefen sich inklusive der Außengestaltung der Asphaltierungen auf rund 280.000 Euro.
Für den reibungslosen Projektablauf sorgte das Planungsbüro Henninger & Partner aus Krems. Die Errichtung der Halle und der Photovoltaik-Anlage übernahmen die Firmen Leyrer + Graf aus Gmünd, Aramatic aus Kirchschlag und die Firma Kiselka aus Maria Enzersdorf.
„Generell ist eine totale Aufbruchsstimmung zu bemerken, um in Energie für die Zukunft zu investieren. Derartige Anlagen sind ungemein wichtig“, meinte DI Martin Henninger.
Gemeinsam mit Bürgermeisterin Margit Göll und Werner Kiselka schaltete Genossenschaftsobmann Herbert Pöschl die Anlage offiziell ein. Interessierte, die die Stromproduktion mitverfolgen wollen, können dies via Internet: solarweb.fronius.com.; Benutzer: mitglieder; Passwort: pvharbach1.






