GMÜND / Die Katze ist aus dem Sack: Gmünd wird sich um die Landesausstellung 2017 bewerben. Das verkündete Andreas Weber beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer am 23. Jänner. Weber ist Obmann des Vereines „Gmünd 2017“, der in den vergangenen Monaten die Rahmenbedingungen für die Bewerbung erarbeitete. Unter dem Motto „Menschen in Bewegung“ wollen sich Stadt und Region als Zentrum der Mobilität in allen ihren Facetten präsentieren – von der Franz-Josefs-Bahn über die Schmalspurbahnen bis hin zur Glasfaser-Technologie und körperlichen Bewegung in der Xundheitswelt.
Erklärtes Ziel der Bewerbung ist es, die Menschen in der Region – und dazu gehört auch Südböhmen – zu begeistern und zur gemeinsamen Erarbeitung des Konzeptes zu motivieren. „Nicht der Vereinsvorstand gibt vor, wohin die Reise gehen soll. Tatsächlich entscheidet jeder, der sich in dieses Projekt einbringt, wohin die Reise geht“, erklärt Weber. Dabei setzt der Verein „Gmünd 2017“ nicht nur auf die Mithilfe von Bürgern aus allen 21 Gemeinden des Bezirkes Gmünd, sondern auch aus Gemeinden in den Nachbar-Bezirken.
Bereits fixiert ist der Fahrplan: Am 1. März wird im Güterbahnhof in Gmünd die Landesausstellungs-Bewerbung im Rahmen eines großen Events offiziell präsentiert, danach werden die Inhalte in mehreren Arbeitsgruppen erarbeitet. Im Herbst dokumentiert ein erster Zwischenbericht erste Ergebnisse, das fertige Bewerbungs-Konzept wird dann im Frühjahr 2013 an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll übergeben.
„Allein der Weg hin zur Bewerbung ist es wert, ihn zu gehen“, betonte Gmünds Bürgermeister Otto Opelka (SPÖ). Seine Hoffnung: Die Bewerbung um die Landesausstellung möge nicht nur die Region insgesamt zusammenschweißen, sondern auch kreative Ideen zu Tage fördern, die auch nach 2017 noch umgesetzt werden könnten.
Unterstützung für die Gmünder Bewerbung signalisieren bereits die Gemeinden sowie die führenden Unternehmen des Bezirkes Gmünd. Und auch die Wirtschaftskammer will „Gmünd 2017“ nach Kräften unterstützen. Bezirksobmann Ing. Peter Weißenböck beim Neujahrsempfang: „Die Landesausstellung könnte ein großer Impuls für den Bezirk Gmünd sein – mit 40 bis 60 Millionen Euro an Investitionen. Wichtig für uns ist vor allem, dass es einen nachhaltigen Nutzen gibt.“ Und NÖ-Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl ergänzte: „Der Bezirk Gmünd hat viel zu bieten und wäre es auf jeden Fall wert, dass die Landesausstellung 2017 hier stattfindet.“






