Gmünd ist gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Während andere Kleinstädte über das Sterben der Innenstädte klagen, sind leer stehende Lokale in der Gmünder Altstadt eine Seltenheit. So war es zumindest bis Ende November. Dann kam der Rewe-Konzern und sperrte die gut gehende Billa-Filiale im Zentrum – und ein wesentlicher Frequenzbringer war Geschichte.
Seither sind gerade einmal zwei Monate vergangen, in denen es in der öffentlichen Diskussion mitunter ein wenig ruppig zuging – vor allem Hausbesitzer Franz Pilz kam das eine oder andere Mal unter Beschuss.
Jetzt ist es aber gerade Pilz, der gemeinsam mit der Firma Kastner die Situation rettet: Der Stadtplatz bekommt wieder einen Nahversorger – der drohende Beginn des Innenstadt-Sterbens ist vorerst abgewendet.
Darüber freuen werden sich nicht nur die Kunden, sondern auch die anderen Stadtplatz-Geschäfte – allen voran die drei Fleischhauereien sowie die drei Bäckereien. Für die bringt der Nah&Frisch-Markt zwar einerseits zusätzliche Konkurrenz, andererseits aber auch eine höhere Frequenz. Und nur die gewährleistet, dass das Gmünder Stadtzentrum eben nicht wie anderswo als öde Leerfläche endet.
d.lohninger@noen.at






