Wenn der gute Wille alleine nicht mehr reicht, dann braucht es eben den Zwang. Das ist der wesentliche Inhalt des Versprechens von Johann Gartner und Ludwig Binder, künftig notfalls Vereine anderer Hauptgruppen für eine Teilnahme an einer der beiden 2. Klassen Waldviertel „begeistern“ zu wollen. Landesweit gibt es 18 zweite Klassen. Eine besteht aus 16 Klubs, eine aus 15, und 13 Ligen setzen sich aus je 14 Vereinen zusammen. Außerhalb des Waldviertels gibt es genau eine 2. Klasse mit zwölf Teams (Donau). Und im Waldviertel? Da bringt es eine 2. Klasse (Süd) gerade einmal auf zwölf Klubs, die andere (Thayatal) quält sich mit elf Teilnehmern über die Runden, von denen vier sogar aus einer anderen Hauptgruppe „geborgt“ sind.
„Unsere“ Hauptgruppe ist die kleinste im Land – auch deshalb, weil sie sich bloß aus den Bezirken Gmünd, Waidhofen und Zwettl zusammensetzt, Horn mit einer Ausnahme und Krems ganz in anderen Gruppen liegen. Gerade in dieser sinnlosen Machtbeschneidung und der fehlenden Verpflichtung zur überregionalen Zusammenarbeit wurzelt das Problem in Wahrheit. Klubs am Rand des Waldviertels haben ihre Gründe, wenn sie dem Fußball-Waldviertel um keinen Preis beitreten wollen. Es kann aber nicht im Interesse eines flächendeckenden Systems sein, dass einige 2. Klassen vor Klubs übergehen und andere um ihre Existenz rangeln müssen. Gut, dass das im Vorfeld der anstehenden Präsidentenwahl auch im Landesverband erkannt wurde.
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