VON MARKUS LOHNINGER
Es war ein Detail am Rande, das da am Samstag in Litschau bei der Versammlung der Fußball-Hauptgruppe Waldviertel verkündet wurde. Und doch war es eine große Nachricht: Die Zusammenstellung der 2. Klassen soll über die engen regionalen Grenzen der Hauptgruppen hinweg flexibel gestaltet werden, und zwar nach einer letzten „good will“-Saison verpflichtend ab der Meisterschaft 2013/14.
Auf den ersten Blick klingt das wenig spektakulär. Auf den zweiten offenbart sich ein erstes kräftiges Signal zum Durchbrechen hartnäckiger Machtrefugien: Aktuell sind Obmann Reinhard Litschauer und die Funktionäre der Waldviertler Gruppe schutzlos dem Vereinssterben und damit der Ausdünnung der 2. Klassen ausgeliefert. So existieren aus unserer Hauptgruppe nur noch 19 2.-Klasse-Klubs – zu viele für eine eigene Liga, zu wenige, um zwei Ligen zu bestreiten. Litschauer: „Dieses Problem habe ich bei meinem Amtsantritt vor vier Jahren unterschätzt.“
Spätestens ab übernächster Saison wird eingeteilt
Derzeit können die Ligen mit Vereinen aus anderen, größeren Hauptgruppen nur auf freiwilliger Basis gefüllt werden. Vier solche Klubs spielen das Spiel mit, Drosendorf, Langau, Geras und Mallersbach (alle HG Nordwest).
In der 2. Klasse W4 Thayatal reicht das für elf Vereine, die es lediglich zu zehn Heimspielen im Jahr bringen. „Das ist nicht mehr verantwortbar, trägt zum weiteren Vereinssterben bei“, mahnte Litschauer am Samstag – und bekam von den NÖFV-Bossen Johann Gartner und Ludwig Binder prompt ein Zugeständnis: „Die Waldviertler 2. Klassen werden künftig zumindest aus zwölf Teams bestehen.“ Falls sich kein freiwilliger Klassenwechsler finde, so solle anhand der Länge der Anfahrtswege eine verpflichtende Zuteilung erfolgen, „um effizient arbeiten zu können.“





