VON MARKUS LOHNINGER
Auch wenn es noch eine Stunde davor nicht so richtig danach ausgesehen hatte, bestätigte sich am Samstag eine seit Jahren einplanbare Regel: Wenn der Gmünder Crosslauf stattfindet, spätestens dann trifft auch der Winter im Waldviertel ein.
Diesmal setzte der Schneefall knapp eine halbe Stunde vor dem Start ein, belegte innerhalb kürzester Zeit aber die gesamte Strecke mit einer stattlichen weißen Decke. Überhaupt haben all jene aufs richtige Pferd gesetzt, die daheim beim Zusammenpacken ihrer Sachen an die Spikeschuhe gedacht hatten; die vom LT Gmünd neu gesetzte, mit Wiesen- und Wurzelabschnitten ohnehin ziemlich „crossige“ Strecke durch die Blockheide wurde im anderen Fall an einigen Stellen zur ziemlich rutschigen Herausforderung.
Das musste auch Waldviertelcup-Siegerin Veronika Limberger eingestehen, die im Spitzenfeld der diesmal sehr stark besetzten Frauenwertung ausnahmsweise nichts zu melden hatte und sich mit Platz drei begnügen musste. Deutlich besser kamen Marion-Vera Forster und Bettina Zelenka mit den Verhältnissen zurecht. Beide hatten ihre Spikes dabei, und sie lieferten einander ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen durch die drei Runden, das erst am allerletzten Anstieg zum Blockheideturm entschieden wurde.
Forster im LT-Gmünd-Trikot noch ungeschlagen
Dort setzte sich Forster mit der Zeit von 28:17 Minuten für die 6,6 Kilometer noch um elf Sekunden ab. Beim zweiten Einsatz für den LT Gmünd schlug sie damit die bereits feststehende Gesamtsiegerin der W4 Crosslaufserie ein zweites Mal nach dem Gmünder Silvesterlauf.
Seriensieger Alois Redl war in seiner Heimatstadt nur als Zuschauer und Chefkoch des leckeren Ziel-Tees dabei. Schneeboden ist nicht unbedingt das Terrain, in dem sich der verletzungsgeplagte Ex-Staatsmeister sicher fühlt. Dafür räumte Andreas Silberbauer mächtig ab, versetzte seinen schärfsten Widersacher Andreas Kainz bereits auf der ersten Runde und brachte mit 23:44min ganze 45 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Das Besondere für den ULC-Horn-Youngster: Im Vorjahr war bei ihm eben in der Blockheide eine gröbere Verletzung akut geworden, von der er sich erst im Spätherbst wieder zurückmelden konnte. Eine halbe Minute nach Kainz hatte mit Alexander Frühwirth ein weiterer Triathlet die Plackerei als Laufdritter hinter sich.
Die 17 Teilnehmer des Nachwuchs-Bewerbes mussten die Runde nur einmal bewältigen. Am schnellsten tat das mit gewaltigem Vorsprung Philip Langthaler. Insgesamt spulten 83 Teilnehmer ihre Meter in der Blockheide ab, womit das Vorjahres-Ergebnis fast verdoppelt wurde. – Ein letztes Mal heißt es jetzt noch, beim Waidhofner Crosslauf die Zähne zusammenzubeißen: Dieser findet nach vier Wochen Pause am 18. Februar am Golfplatz-Gelände statt, im Anschluss werden die Gesamtsieger der winterlichen Laufserie geehrt.






