VON MANFRED FRITSCHER
STRENGBERG / Gedrückte Stimmung herrschte bei der Mitgliederversammlung der Feuerwehr Strengberg am vergangenen Samstag im Gasthaus Unterberger. Der Sessel eines Kameraden blieb leer. Löschmeister Manfred Gasperi, Sachbearbeiter Schadstoff und stets hilfsbereit, wenn er gebraucht wurde, ist am Mittwoch bei einem Spaziergang mit seiner Lebensgefährtin am Treppelweg der Donau zusammengebrochen, da sein Herz plötzlich versagte. Trotz sofortiger Reanimierungsmaßnahmen durch Passanten, den Rot Kreuz-First-responder Lukas Haberleitner, das Team des Notarzt-Hubschraubers Christophorus und ein Rot-Kreuz-Team aus St. Valentin konnte der 47-Jährige leider nicht mehr ins Leben zurückgeholt werden.
Erst vor wenigen Jahren hat der gebürtige Vorarlberger, von Beruf Lokführer bei der ÖBB, seinen Lebensmittelpunkt nach Strengberg verlegt und mit den Kindern Mirjam und Manuel hier ein Haus gebaut. Seit seiner Jugendzeit engagierter Feuer-wehrmann, trat Manfred Gasperi im April 2008 der Feuerwehr Strengberg bei. Durch sein offenherziges Wesen gewann er bei der Feuerwehr und in der Nachbarschaft rasch Freunde.
„Hier tut wirklich Hilfe not, und wer rasch hilft, hilft doppelt!“, sagt Feuerwehrkommandant Karl Hammermüller, der sich wie Nachbar Josef Lettner in beispielhafter Weise um die Hinterbliebenen kümmert. In spontanen Aktionen sammelten die Feuerwehrkameraden wie auch die Nachbarn für die Familie und kümmerten sich um die aus Vorarlberg angereisten Verwandten.
Zur Verabschiedung am Montag (nach Redaktionsschluss) waren neben den FF-Kameraden auch Vertreter der ÖBB angesagt.






