907 Mandatare leiten im Bezirk die Geschicke in den 35 Gemeinden. Kaum 15 Prozent davon sind unter 35 Jahre alt. Grund genug für JVP-Bezirksobmann Lukas Michlmayr, die gesetzliche Verankerung eines Jugendgemeinderates einzufordern. Mit allen Rechten und Pflichten soll dieser in jeder Gemeinde Jugendthemen vorantreiben und Ansprechpartner für Jugendliche sein.
Mit gemischten Gefühlen wird diese Forderung in der regionalen Politik aufgenommen. Vor allem Minderheitsparteien dürften mit dieser Regelung ihre Probleme bekommen. Denn bisher kann jede Fraktion einen Jugendvertreter stellen. Mit einer offiziell vom Gemeinderat gewählten Person wird es für die Opposition schwierig, bei Jugendthemen mitzumischen, wenn man nicht das Sagen hat.
Doch auch Anreize, junge Menschen in die Gemeindepolitik aktiv einzubinden, könnten mit einer von der JVP geforderten Regelung geschaffen werden. Wie die Frauenquote rangiert auch die „Jugendquote“ (sofern sich Jugendliche mit der Generation 30 plus identifizieren) unter ferner liefen. Handlungsbedarf herrscht in jedem Fall.
s.hummer@noen.at






