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21.02.2012 | 00:00 |
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Wer vom Projekt profitiert
Winfried Dimmel. „Fast 60 Bauernfamilien profitieren wirtschaftlich von dem Projekt.“
WINDPARK IM WALD / Gegner werfen Grundbesitzern Profitgier vor. Auch auf Kirchengrund sollen Windräder errichtet werden.

VON CHRISTOPH REITERER

GÖLLERSDORF / Dass Franz Bauer, Obmann der Agrar-Gemeinschaft Göllersdorf, eine Lanze für das Windpark-Projekt im Wald gebrochen hat (die NÖN berichtete), betrachten die Projekt-Gegner als Bestätigung ihrer Argumentation. Sie sind überzeugt, dass es nicht um die Gewinnung sauberer Energie gehe, sondern bloß um finanzielle Eigeninteressen. Aus Franz Bauer spreche die Geldgier, denn schließlich sollen auch am Grund und Boden der Agrar-Gemeinschaft Windräder errichtet werden.

„Zwei werden es sein“, bestätigt Winfried Dimmel, Sprecher der Windkraft Simonsfeld AG. Die Projektbetreiber hängen derzeit in der Warteschleife, da es noch immer keine offizielle Rechtsmeinung zu den in Göllersdorf eingebrachten Initiativanträgen gibt. Fraglich ist, ob es noch eine separate Abstimmung in den Katastralgemeinden Porrau und Bergau geben soll, die vom Projekt am unmittelbarsten betroffen sind. Die Bürger in diesen Orten haben die Windräder bei der Volksabstimmung mehrheitlich abgelehnt.

Neue Abstimmung „würde  alles ins Groteske führen“

Dimmel kann sich nicht vorstellen, dass es eine zusätzliche Abstimmung geben wird. „Das würde alles ins Groteske führen. Mir kommt das wie ein Missbrauch eines demokratischen Instruments vor“, so der Simonsfeld-Sprecher, der sich auch fragt, welche Präjudizwirkung das wohl für andere Projekte hätte, wenn „ein kritisches Quorum von zehn Prozent der Wahlbeteiligten“ eine Volksabstimmung ad absurdum führen und damit auch Volksvermögen auf schnellstem Wege vernichten könne.

Dass der Göllersdorfer Agrar-Gemeinschaft nun Geldgier vorgeworfen wird, hält Dimmel für unangebracht. „Seit wann ist es illegitim, Geld zu verdienen und Grundstücke wirtschaftlich attraktiver zu machen? Es ist keine Schande, einen wirtschaftlichen Vorteil zu haben.“

Falsch ist jedenfalls die von den Gegnern oft kommunizierte Meinung, dass lediglich mit einem einzigen Großgrundbesitzer verhandelt werden musste. Neben der Gutsverwaltung Schönborn und der Agrar-Gemeinschaft Göllersdorf (33 Mitglieder) profitieren auch die Agrar-Gemeinschaft Magersdorf (24 Mitglieder, 1 Windkraftwerk), eine adelige Familienstiftung sowie die Erzdiözese (ein bis zwei Windkraftwerke). Sobald das Land NÖ über die Initiativanträge entschieden hat, will die Windkraft Simonsfeld ihre weiteren Schritte kommunizieren.


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maier12 (60)
28.02.2012 16:34

(0)
Sehr typisch, korrupt und kriminell, wie die Windkraft einmal ist!
Und wer provitiert davon?
Die Kirche u. der Landadel bzw. der Großgrundbesitz.
Pure Umverteilung von unten nach oben. Die Konsumenten dürfen es über die erhöhten Stromkosten u. die erhöhten Netzentgelte bezahlen.


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