ZELLERNDORF / Einen wahren Klassiker gibt in dieser Spielsaison die Bühne Zellerndorf zum Besten: Professor Gollwitz hat in jugendlichen Tagen eine heroische Römertragödie über den „Raub der Sabinerinnen“ verfasst, besser verbrochen. Die Überredungskunst des Theaterdirektors, die Abwesenheit seiner gestrengen Frau und zugleich seine Eitelkeit als Autor verleiten ihn aber dazu, dieses Stück aufführen zu lassen. Doch einige unvorhergesehene Ereignisse vereiteln die Pläne des Professors. Die Aufführung droht zu einem Desaster zu werden, und die ganze Familie ist bald völlig zerstritten.
Ein zutiefst österreichischer Theaterklassiker mit Historie
Die zwei österreichischen Brüder Franz & Paul von Schönthan arbeiteten als Schriftsteller, Theaterregisseure und Journalisten und schrieben mit diesem gemeinsam verfassten Schwank aus dem Jahr 1884 Theatergeschichte. Die heutige übliche Theaterfassung wurde von Curt Goetz überarbeitet und mit einem neuen Schluss versehen.
Die Komödie wurde bereits zweimal verfilmt, unter anderem im Jahr 1936 von Robert A. Stemmle sowie 1954 von Kurt Hoffmann. Außerdem existieren mehrere Fernseh-Fassungen. Genannt sei vor allem eine Aufzeichnung aus den Wiener Kammerspielen aus dem Jahr 1964 mit Ernst Waldbrunn, Fritz Muliar und Guido Wieland.






