HOLLABRUNN / Kann ein Roboter Schülern das Löten beibringen? Wie hilft eine Kamera im Auto, Unfälle zu vermeiden? Und: Wie löst man den bunten Rubik’s Cube Zauberwürfel mit 3D-Technologie? - Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich momentan neun Maturanten-Teams der HTL Hollabrunn. Die Ergebnisse ihrer Diplomprojekte haben sie zu Österreichs größtem Schülerwettbewerb an Höheren Technischen Lehranstalten, dem „Bosch Technik fürs Leben-Preis 2012“, angemeldet. Beim Tag der offenen Tür am vergangenen Wochenende konnten sich Interessierte bereits ein Bild von den Projekten machen.
HTL-Absolventen sind in Österreich gefragte Fachkräfte. Während ihrer Ausbildung erlernen sie theoretische Grundlagen, schnuppern aber auch schon in das „echte“ Wirtschaftsleben hinein. Es wird sowohl auf diese Praxisnähe, als auch auf Vielfalt und Kreativität ein besonderes Augenmerk gelegt. Beim „Bosch Technik fürs Leben-Preis“ beispielsweise, machen heuer neun Teams, bestehend aus insgesamt 16 Schülern, mit. Die HTL Hollabrunn ist damit die am drittstärksten vertretene HTL beim diesjährigen Wettbewerb. Auf die Sieger wartet ein sechsmonatiges Berufspraktikum in der Bosch-Gruppe.
Für die Schüler der Zukunft entwickelt eine Projektgruppe den sogenannten „Proboter“. Der persönliche Roboter bringt HTL-Einsteigern mechanische Fertigungen oder Techniken wie Löten näher. „Mit dem Proboter können komplexe Prozesse vereinfacht dargestellt werden. Das hilft den Schülern bei wichtigen Lernschritten“, erklärt Projektbetreuer DI Josef Reisinger.
Roboter löst Rubik‘s Cube Zauberwürfel
Für die Diplomarbeit „Magic Cube Solver“ entwickeln zwei Maturanten einen Roboter zur Lösung des sogenannten Rubik’s Cube Zauberwürfels. Der Roboter berechnet mittels Webcam die genaue Lage des Würfels und löst das mechanische Geduldspiel mit einer Hand. Dabei muss er exakte Drehbewegungen durchführen und darf nicht zu hart zugreifen.
„Was sich für manche nach einer Spielerei anhört, ist eigentlich eine absolute Knochenarbeit. Dieses Projekt zeigt, was mit 3D-Computer-Technologie heute alles möglich ist und wie präzise schon gearbeitet werden kann“, sagt Abteilungsvorstand DI Wilfried Trollmann.
Erkennung und Berechnung sind auch beim Projekt „Traffic Monitoring“ wichtig. Hier erarbeiten zwei Schüler eine Vorrichtung für Autos, die mittels einer Kamera und Prozessoren die Verkehrssicherheit erhöhen soll. Verkehrswarnungen, Geschwindigkeitsmessung, Routen- und Bewegungserkennung, Bremsunterstützung sowie eine konstante Dokumentierung des Straßengeschehens – all das soll ermöglicht werden.






