VON MARTIN KALCHHAUSER
EGGENBURG, MARIA ENZERSDORF / Trauer herrscht über den Tod des früheren Horner Gymnasiallehrers Mag. Günther Edelmann bei vielen ehemaligen Schülern in Österreich, aber auch in Guatemala, wo der Pädagoge viele Jahre äußerst erfolgreich wirkte.
Edelmann wurde am 28. Jänner 1932 in Eggenburg geboren, und absolvierte nach der Lehrerbildungsanstalt in Krems an der Uni Wien das Lehramtsstudium in Englisch und Leibesübungen. 1960 bis 1966 unterrichtete er am Horner Gymnasium, wo er sich einen Ruf als hervorragende Fachkraft erwarb und bei seinen Schülern überaus beliebt war.
17 Jahre erfolgreich an Schule in Guatemala tätig
1966 folgte Mag. Edelmann dem Ruf an die Österreichische Schule in Guatemala („Instituto Austriaco Guatemalteco“), wo er ab 1972 Direktor war. Beim großen Erdbeben 1976 stellte der Österreicher bei Wiederaufbauprojekten auch große soziale Verantwortung unter Beweis.
1983 kehrte Günther Edelmann nach Österreich zurück, wo er sich mit seiner Familie in Maria Enzersdorf niederließ und bis zur Pensionierung 1994 Direktor des Vorstudienlehrgangs der Wiener Universitäten war. Österreich dankte ihm mit hohen Auszeichnungen (Goldenes Ehrenzeichen, 1981, Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Repubik, 1994).
Neben der Familie galt die große Liebe des Naturliebhabers dem Fliegenfischen. Noch im September ging Edelmann dieser Leidenschaft in Steinegg nach. Eine plötzlich auftretende Krankheit bereitete seinem Leben binnen weniger Monate ein Ende. Er starb am 7. Jänner.
Um Günther Edelmann trauern Gattin Irmgard, die Töchter Dr. Ulrike (Ärztin in Irland), Mag. Nicole (Honorarkonsulin in Panama) und Isabel (als Fremdenverkehrs-Fachfrau tätig) sowie vier Enkel. Den Nachruf auf den beliebten Verstorbenen, der am 18. 1. in Wiener Neudorf beigesetzt wurde, hielt sein ehemaliger Schüler, der Ex-Nationalrat Dr. Josef Höchtl. „Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen“, zitierte er Cicero. Edelmann sei ein gerechter, strebsamer, zielorientierter Lehrer und Mensch gewesen. „Er hat gefordert, aber immer auch gefördert, und er hat durch Weitergabe seiner Werte Spuren hinterlassen.“







