IRNFRITZ-MESSERN / Probleme der Kinder beim sinnerfassenden Lesen und bei der Lesefertigkeit veranlassten vor einem Jahr die Lehrer der Hauptschule Irnfritz-Messern, einen neuen Weg zu beschreiten. Das Bewegungsprogramm „L-Kinetik“ wurde in das Förderprogramm der Schule aufgenommen.
„Es soll Schülern in verschiedenen Lernsituationen Hilfestellung bieten und zu einer Verbesserung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit führen“, erklärt Deutschlehrerin Christa Samolani. Spezielle Übungen mit kleinen Bällen (kein Jonglieren!) bei Lese-, Rechenschwäche und aggressivem Verhalten werden regelmäßig in den Unterricht eingebaut und in verschiedenen Gegenständen durchgeführt.
Der Zeitaufwand für eine Trainingseinheit beträgt etwa zehn Minuten, die Übungen können individuell an den Schüler angepasst werden. Die L-Kinetik entstand aus der Life-Kinetik, einem Bewegungsprogramm zur Gehirnentfaltung, und wurde von „Coach“ Helmut Lang für die Schüler entwickelt. Er weihte auch die Irnfritzer Pädagogen bei einer schulinternen Fortbildung, die heuer eine Fortsetzung fand, in die Geheimnisse dieses Programmes ein.
Deutliche Verbesserungen bei schwächeren Lesern
Nach fast einem Jahr kann nun eine erste Bilanz gezogen werden. Bei der Auswertung des „Salzburger Lesescreenings“, das in allen Schulen Österreichs durchgeführt wird, zeigte sich vor allem bei den schwachen Lesern eine Verbesserung.
Neben diesem Training ergänzen Computerprogramme für lesetechnische Übungen, Schwerpunktaktionen wie „Die ganze Schule liest“, Legastheniekurse und eine umfangreiche Schulbibliothek die Leseförderung.
Auch Nico Heilig, Nicole Baumgartner und Nadine Komornik (von links) üben mit den kleinen Bällen, trainieren so das Gehirn und verbessern damit die Lesefähigkeiten.HAUPTSCHULE IRNFRITZ-MESSERN






