VON RUPERT KORNELL
GARS / „Wir haben Platz, wir nehmen sie gern auf!“ Sie, das sind die Kinder aus der Nachbargemeinde St. Leonhard, wo die Hauptschule mangels entsprechender Schülerzahl ab September dieses Jahres stillgelegt wird.
Bürgermeister Ing. Martin Falk als Obmann der Hauptschulgemeinde Gars kann zwar mit seinem Kollegen Andreas Aschauer mitfühlen („Die Situation ist für ihn und die Gemeinde sicher nicht angenehm!“ – siehe Seite 20), ist aber froh, den Schulstandort Gars ausbauen zu können. „Die St. Leonharder helfen mit, erneut eine dritte erste Klasse zu führen. Damit sind wir dann bei elf angelangt. Aber das vor zehn Jahren ausgebaute Schulhaus bietet ja Platz.“ Eine Bemerkung kann sich Falk nicht verkneifen: „Damals hat man uns vorgeworfen, zu großzügig gebaut zu haben…“
„Hauptschule Gars hat schon immer besten Ruf gehabt!“
Dass die St. Leonharder bevorzugt Gars „ansteuern“, sei sicher auch in der Neuen Mittelschule, den modernen Unterrichtsformen sowie den bestens ausgebauten Busverbindungen begründet. Falk sieht neben dem Imagegewinn („Die Hauptschule Gars hat schon immer einen hervorragenden Ruf gehabt und festigt ihn dank ausgezeichneter Pädagogen.“) noch einen weiteren positiven Aspekt für Gars und die anderen zum Sprengel gehörenden Gemeinden: „Mehr Schüler bringen mehr Geld, die Schulumlage wird geringer.“
Auch Direktor Wolfgang Welser nimmt die St. Leonharder gern auf: „Wir sind dort nie werben gegangen, haben nie den Bestand der Schule untergraben, stehen aber zur Verfügung. Das Interesse der Eltern ist groß, ihre Kinder nach Gars zu schicken. Seit dem Bekanntwerden der voraussichtlichen Stilllegung gab es schon viele Anfragen nach einer Aufnahme und auch Führungen durch unsere Schule.“
Detail am Rande: Mitte der 70er-Jahre, als die Hauptschule St. Leonhard neu errichtet und der Unterricht aufgenommen wurde, war der damalige Garser HS-Direktor Leopold Raab kurze Zeit auch für die „Außenstelle“ verantwortlich...
Bürgermeister Ing. Martin Falk (r.) und HS-Direktor Wolfgang Welser nehmen Einblick in die Liste der Schüler, deren Zahl im Herbst auf über 200 steigen dürfte.
RUPERT KORNELL






