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01.02.2012 | 00:00 |
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„Man muss Prioritäten setzen“
Baudirektor Ing. Manfred Fitzthum: „Es gibt kein Versprechen für 2014.“NÖN
LÄRMSCHUTZWÄNDE / Sehnlich erwarten die Anrainer der Franz-Josefs-Bahn die angekündigten Lärmschutzwände. Die kommen aber erst, wenn das Geld dafür da ist.

VON CHRISTOPH HORNSTEIN

KRITZENDORF-HÖFLEIN / Seit vielen Jahren warten die Anrainer der Franz-Josefs-Bahn von Klosterneuburg bis Höflein, dass der versprochene Lärmschutz endlich realisiert wird. „Vor fast zehn Jahren wurde die Planung des Projektes beschlossen. Bis jetzt hat es geheißen, dass die Fertigstellung bis Höflein bis Ende 2014 erfolgen wird. Heute erfahre ich, dass das Projekt aus Budgetgründen auf unbestimmte Zeit verschoben ist“, erbost sich Mag. Christian Lang, Anrainer der Franz-Josefs-Bahn in Kritzendorf.

„Meine Familie und ich wohnen direkt an der Hauptstraße in Kritzendorf, und wir sind durch die Zunahme des Pkw-Verkehrs punkto Lärmbelästigung seit der Umfahrungseröffnung mehr als leidgeprüft“, erzählt der Kritzendorfer. Auch beim Straßenverkehr sei in Richtung baulicher Maßnahmen zur Temporeduktion oder Tempoüberwachung nichts passiert.

„Schlafen nur bei  geschlossenen Fenstern“

 

„Die Lärmbelastung seitens der Bahn ist speziell in den Nachtstunden nur mit geschlossenem Fenster zu ertragen und sowieso jenseits aller Grenzwerte“ erzählt Lang weiter. Daher fordere er die Verantwortlichen auf, „nicht an der Gesundheit ihrer Mitbürger zu sparen und die Versprechen an die lärmgeplagten Anwohner der Franz-Josefs-Bahn mit dem zügigen Bau der Lärmschutzwände zu erfüllen.“

„Wir haben nie gesagt, dass wir bis Ende 2014 die Lärmschutzwände aufstellen“, verteidigt sich Baudirektor Ing. Manfred Fitzthum von der Klosterneuburger Baubehörde. Hingegen sei immer betont worden, dass das Bauvorhaben „nach Maßgabe der budgetären Mittel“ realisiert werden könne. Es wäre somit auch nicht möglich, derzeit einen Baubeginn bekannt geben zu können. Fitzthum: „Vor allem weil die finanziellen Mittel des Landes Niederösterreich nicht vorhanden sind.“ Die Finanzierung der Lärmschutzwände wird in einem gewissen Schlüssel zwischen Stadtgemeinde, Land NÖ und ÖBB aufgeteilt. Der Anteil der Stadtgemeinde bewegt sich nominal zwischen 600.000 und 700.000 Euro. Fitzthum bedauert, nichts Konkreteres sagen zu können: „Man muss eben Prioritäten setzten.“


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webhexe (3)
10.03.2012 21:37

(0)
lärmschutz klosterneuburg - höflein
kein geld mehr für lärmschutz in kritzendorf !!! ich weiss auch warum. lärmschutzwände 2011 errichtet im bereich baumax - wienerstrasse - für wen?? lärmschutzwände schon lange für die anrainer - mit verglasung!! Lärmschutz für den Lärmschutz ?? Lärmschutz für die Atuofahrer oder für die baumaxangestellten??
schildbürgerstreich !!!!!
webhexe (3)
10.03.2012 21:30

(0)
lärmschutz klosterneuburg - höflein
jetzt reichts. ich kann meine augen kaum trauen, was ich hier lesen muss. nicht genug, dass man einen baustopp über unsere gründe erlassen hat bekommen wir jetzt auch nicht unsere lange ersehnte ruhe im grüngarten erholungsgebiet??? zuerst wird der bahndamm gerodet mit der begründung, dass die lärmschutzwand kommt - jetzt ist kein grünstreifen mehr da und auch kein lärmschutz.
weiters wird wie wild in der baustoppzone gebaut und gerodet!!! die zustände verlangen nach einer bürgerwehr. diesbezüglich werde ich versuchen so viele anrainer wie möglich zu konkreten massnahmen zu mobilisieren.
Aufrosch (424)
04.02.2012 09:23

(2)
Lärmschutzwände
sind in der Regel so aufgebaut, dass sie den Schall absorbieren (offenporiges Material), zum Teil natürlich auch reflektieren. Man muss sie natürlich auf beiden Seiten der Schienen bzw Straße errichten, sonst wird der Großteil des Lärms nur umgelenkt. Das sieht und hört man ganz eindrucksvoll bei der Autobahn am anderen Donauufer im Bereich Strandbad. Wie überall kann auch bei Lärmschutzwänden einiges schiefgehen, dann wirken sie wie ein statischer Lautsprecher. Deshalb sind vorher/nachher-Messungen wichtig. In Kritzendorf hat der Verkehr durch die Dummfahrung deutlich zugenommen, ebenso auf der Bahn der Güterverkehr wo die Steigerung so extrem ist dass sogar die Feuerwehr schon am Schranken verendet. Deshalb wäre hier ein Bahn-Lärmschutz beidseitig zielführend. Beim Autoverkehr befürchte ich, hilft nur noch Warten auf Elektroautos, hier ist die Situation schon zu verbockt.

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