VON KATHARINA DERFLER
KLOSTERNEUBURG / Auch die NÖN nahm das Angebot von „GC Klosterneuburg“-Betreiber Martin Lechner in Anspruch und ließ sich den geplanten Golfplatz vorstellen.
Ganze 26 Mal wurde der „par 72“ Golfplatz umgeplant, 16 Hektar groß soll er werden. Genug Golfer in Klosterneuburg gäbe es laut Schätzung von Lechner auf jeden Fall, nämlich etwa 800 bis 2.000. Für eine ausreichende Auslastung reiche jedoch eine Anzahl von 600 bis 800 Club-Mitgliedern.
„Wir haben ein großes Einzugsgebiet“, erklärt Lechner, „wir rechnen neben den Klosterneuburgern mit regelmäßigen Spielern aus dem Tullnerfeld, aber auch aus nahegelegenen Bezirken Wiens.“
Problemlose Vereinbarkeit mit Rehabilitationszentrum
Schon letztes Jahr veranstaltete Alois Koidl vom Lions Club Hofburg ein Turnier für Behinderte und Nichtbehinderte in Atzenbrugg, die Austragung soll zukünftig auch im „GC Klosterneuburg“ stattfinden.
Golf sei als Therapie gut geeignet, da es positiv für die Durchblutung und den Knochenbau sei und man „nur“ reagieren und nicht agieren muss.
Der Golfplatz soll weiters keine „unschaffbaren“ Löcher enthalten, er soll für alle Spieler jeglicher Spielklasse benutzbar sein.
„Es wird kein Platz, an dem internationale große Turniere stattfinden sollen“, erzählt Lechner über die Beschaffenheit des Platzes.
Die NÖN konfrontierte Lechner damit, dass laut Golfplatzgegnern beim Bau des Golfplatzes die Natur zerstört und das Grundwasser verseucht werde, Lechner dazu: „Wir möchten so wenig Erde wie möglich bewegen. Die Landschaft da oben ist wunderschön, da brauchen wir nicht viel ändern.“ Die Löcher würden an die gegebenen Beschaffenheiten des Geländes angepasst, es solle so viel wie möglich im ursprünglichen Zustand belassen werden.
Weniger Dünger als bei landwirtschaftlicher Nutzung
Der Platz wurde von Golf-Profi Markus Brier in einem schonenden, umweltfreundlichen Konzept entwickelt. „Über 98 Prozent der eingesetzten Mittel sind biologisch abbaubar. Wir benötigen außerdem weitaus weniger Dünger, als bei landwirtschaftlicher Nutzung des Geländes verwendet werden würde“, klärt Lechner auf. Sämtliche Auswirkungen auf das Grundwasser würden außerdem im Rahmen der SUP (Strategische Umweltprüfung) beleuchtet werden.
Was die Benutzung des Geländes für Nicht-Golfer betrifft, ist der Betreiber sehr offen und trotz grundsätzlicher Ablehnung der Golfplatz-Gegner zum Dialog bereit. „Der Platz wird nicht eingezäunt, davon war nie die Rede“, erklärt er. Es würde gesicherte Wege zur Querung geben, ebenso ist kein Hundeverbot geplant. „Dass Tiere aus dem Wald auf den Platz kommen, mit diesem Risiko muss jeder Golfplatz leben“, so Lechner. In das Projekt werden sechs Millionen Euro investiert, davon sind 30 Prozent Eigenkapital, finanziert durch Investoren, und die verbleibenden 70 Prozent bestehen aus Fremdkapital.







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