VON ALEXANDRA HALOUSKA
KLOSTERNEUBURG / Die Stadtgemeinde Klosterneuburg wurde Anfang 2010 in die niederösterreichische Aktion „Dorf- und Stadterneuerung“ aufgenommen. Die Idee: Interessierte Bürger sollen sich vier Jahre lang an der Entwicklung der Stadt beteiligen. Das Ziel: Vorschläge und Projekte der Bürger umsetzen, längerfristige Maßnahmen generieren, diese verwirklichen und somit die Lebensqualität in der Stadt verbessern.
Unterschiedliche Arbeitskreise mit Themenschwerpunkten wie Kultur, Jugend, Soziales, Freizeit, Umwelt, Ortsbild, Wohnen, Mobilität, Wirtschaft oder Tourismus wurden mit interessierten Klosterneuburgern besetzt.
Die Teilnehmer erarbeiteten in den vergangenen Monaten Leitziele und Maßnahmen mit Vertretern der Verwaltung und Politik. Nun präsentiert die Stadtgemeinde die Ergebnisse in Rahmen eines „Stadterneuerungskonzepts“. Dieses dient als Grundlage für den anschließenden Umsetzungsprozess und für den Bezug von Fördermitteln vom Land Niederösterreich. Hier ein Auszug der erarbeiteten Projekte:
Projekt „Rathausplatz“:
Im Rahmen der Neugestaltung des Rathausplatzes werden Wünsche der Bevölkerung bereits im Vorfeld erhoben. Der Arbeitskreis erstellt bis zum Spätsommer einen Fragebogen. Dieser soll Informationen bezüglich Gestaltung und Funktion des Platzes sowie der umliegenden Gebäude (Rathaus, Babenbergerhalle, Stift) geben. Die gesammelten Unterlagen dienen als Grundlage für die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs.
Projekt „Schiffsanlegestelle“:
Von Schifffahrtsbetreibern wurde mehrfach großes Interesse an einer Anlegestelle in Klosterneuburg signalisiert. Die Stadtgemeinde steht bereits in Verhandlung mit dem privaten Länderechtbesitzer. Die bauliche Umsetzung einer Anlegestelle ist für 2013 vorgesehen.
Projekt „Markenentwicklung und Kommunikation“:
Wirtschaft, Stift und Stadt haben sich zum Ziel gesetzt, eine Markenlinie („Dachmarke“) für Klosterneuburg zu entwickeln.
Projekt „Schulwegpläne“:
Die Volksschule Kierling hat den „Schulwegplan“ bereits 2010 erfolgreich umgesetzt. Nun sollen alle anderen Volksschulen nachziehen: In Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrern, Schülern und der Exekutive werden Gefahrenstellen am Schulweg untersucht und nach Möglichkeit entschärft. Im Anschluss wird ein Schulwegplan mit geeigneten Routen erstellt.
Projekt „Verkehrskonzept“:
Es ist geplant, ein Gesamtverkehrskonzept für Klosterneuburg zu erstellen. Die Projektgruppe hat die Aufgabe einen Anforderungskatalog mit den Erwartungen, Zielen und Schwerpunkten zu erarbeiten, der dann als Grundlage für die Ausschreibung dient.
Bürgermeister Mag. Schmuckenschlager ist mit den Ergebnissen und Vorschlägen der Arbeitskreise sehr zufrieden: „Hier hat eine sehr konstruktive Arbeitsweise von Bürgern und Verwaltung stattgefunden. Durch die realistischen Vorschläge ist die Umsetzung vieler Projekte sicher möglich.“
Jährlich können nur 18 Städte aktiv in der Aktion mit Fördermitteln (30 bis maximal 50 Prozent) unterstützt werden. Schmuckenschlager: „Alles, was wir hier angreifen, wird vom Land Niederösterreich gestützt.“







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