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20.02.2012 | 11:59 |
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Langfristige Finanzierung für IST Austria
(© Roland Unger)
Das Institute of Science and Technology (IST) Austria in Klosterneuburg (NÖ) soll eine langfristige Finanzierungszusage für die Jahre 2017 bis 2026 erhalten.

Wie die Tageszeitung "Der Standard" am Montag berichtet, stellen Bund und Land Niederösterreich in diesem Zeitraum rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Im Wissenschaftsministerium wollte man auf Anfrage diese Summe nicht bestätigen. Es habe in den vergangenen Wochen intensive Gespräche gegeben, man werde demnächst über deren Ausgang informieren.

Das 2006 gegründete und 2009 eröffnete IST Austria widmet sich der Grundlagenforschung und der Ausbildung von Wissenschaftern nach deren Uni-Abschluss. Es wird auf Basis einer Bund-Länder-Vereinbarung finanziert. Für den Zeitraum von 2006 bis 2016 wurden Bundesmittel in Höhe von 290 Mio. Euro fixiert. Davon stehen dem Institut 195 Mio. Euro ohne Auflagen zur Verfügung, die Auszahlung der restlichen 95 Mio. Euro ist an die Einwerbung von Drittmitteln (vor allem Forschungsfördermittel) in gleicher Höhe gebunden. Das Land stellt in den ersten zehn Jahren rund 130 Mio. Euro zur Verfügung, und zwar in Form der Grundstücke, für Bau und die Erhaltung der Gebäude. In Summe beträgt die Förderung durch Bund und Land damit in den ersten zehn Jahren 420 Mio. Euro.

Im Büro von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) verwies man auf die "positive Entwicklung des IST Austria seit seiner Gründung". Dies sei im Vorjahr auch durch eine Evaluierung durch hochkarätige Wissenschafter bestätigt worden. Das IST Austria sei eine - im Vergleich zu bereits bestehenden Institutionen wie Universitäten - im Aufbau befindliche Forschungseinrichtung, da sei gerade auch Planungssicherheit für den Aufbau von Forschergruppen, Infrastrukturanschaffungen, Bauvorhaben, etc. notwendig, betont man im Ministerium. Das sei auch eine zentrale Forderung der Evaluierungskommission gewesen.

Seitens des IST Austria wurde immer wieder auf die Notwendigkeit einer langfristigen, über das Jahr 2016 hinaus gehenden Planungssicherheit hingewiesen. Zur kolportierten Summe von einer Mrd. Euro wollte auch IST-Chef Thomas Henzinger am Montag nichts sagen. Er zeigte sich in einem Statement aber "beeindruckt" davon, "dass die Republik Österreich und das Land Niederösterreich in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation zukunftsorientiert Mittel in Universitäten und Forschungseinrichtungen investieren".

Henzinger verwies auf die Unterschiede bei Berufungsverhandlungen zwischen Universitäten und dem IST Austria. Wenn eine Uni solche Verhandlungen führe, sei die Frage, ob es die Universität in 50 oder 100 Jahren geben wird, kein Thema. Beim IST Austria "lautet die erste Frage, wie es nach 2016 mit dem Institut weiter geht. Deswegen benötigen wir auch die entsprechende Planungssicherheit, die über das Jahr 2016 hinausgeht", so Henzinger. Warum solle sonst ein Professor eine Lebensstellung aufgeben, wenn die entsprechende Perspektive fehle.




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Fink (1110)
21.02.2012 19:18

(1)
Das Public-Relation-Management ist deutlich schlecht.
+
Niemand weiss nichts, ausser, dass es Milliarden kostet.

Jeder patscherte Mindestentsicherte muss
mehr Begruendungen fuer einen Hungerbezug
vorlegen als so ein Institut fuer Milliarden.
Breiti (106)
21.02.2012 21:15

(1)
Wozu
Es stimmt niemand weiß was dort geforscht wird und von Erfolgen habe ich auch noch nichts gehört. Hätte man auch nur einen Erfolg gehabt, die NÖN Artikel hätten sich überschlagen. So versickert eine Milliarde und bei Pensionisten, sozial Schwachen und dem kleinen Bausparer wird der Rotstift angesetzt.
Aufrosch (424)
21.02.2012 10:16

(1)
Viel Sinnvolles
hat man aus dieser Forschungseinrichtung leider noch nicht gehört. Der erhoffte Arbeitsplatz- und Vermietungsmotor für die hiesige Bevölkerung ist sie auch nicht, man greift lieber auf mitgebrachte Teams und Beziehungen zurück und die Häuser und Wohnungen der Gugginger genügen nicht den erhabenen Standards. Einzig für die Professoren, die von anderen Einrichtungen abgeworben werden und astronomische Gehälter und Sozialleistungen erhalten (und entsprechend Hof halten) ist es ein Geschäft. Würde man von diesen eine Art Studiengebühr einbehalten, in einer Höhe, wie sie im tertiären Bildungssektor üblich sind, könnte sich das Ganze selbst finanzieren. In Zeiten wie diesen muss man schon fragen, ob wir es uns leisten können, so mit Geld um uns herumzuwerfen.

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