VON ALEXANDRA HALOUSKA
KLOSTERNEUBURG / Vor rund sechseinhalb Jahren wurden erste Ideen und Pläne rund um den Golfplatz geschmiedet. Am vergangenen Montag präsentierte Betreiber Martin Lechner den Fraktionen ÖVP und SPÖ erste konkrete Pläne zum Golfplatz-Projekt. „Auf Zuraten von Bürgermeister Schmuckenschlager, möglichst rasch alle zu informieren, werden die Unterlagen in den nächsten Tagen auch den anderen Fraktionen vorgelegt“, sagt Lechner dazu.
Einen eigenen Folder gibt es bereits: Mit den Worten „Coming Soon“ stellt der Golfplatz-Betreiber sein geplantes Projekt vor. Darin wird mit 18 Gründen für den Golfplatz geworben, Worte wie „Nachhaltigkeit“, „Imageverbesserung“ und „Investition in Klosterneuburg“ stehen geschrieben. Neben dieser Auflistung ist auch erstmals ein Plan des Golfplatzes aus der Vogelperspektive zu sehen. Darin sind Parkplatz und Zufahrt, Klubhaus und Anlage eingezeichnet.
Der Präsentation zufolge soll - und das war eine der größten Befürchtungen der Golfplatz-Gegener- das Gelände nicht umzäunt werden. Möglichkeiten zur Querung des Geländes sind ebenso gegeben. ÖVP-Pressesprecher Thomas Mayrhofer ist positiv gestimmt: „Der erste Eindruck ist gut, der Betreiber hat die vielen, wichtigen Punkte bedacht.“
Laut Erhebungen des Betreibers wohnen 800 bis 1.000 Golfspieler in Klosterneuburg. Der Bedarf, heißt es, sei groß. Die Präsentation verspricht unter anderem 20 Arbeitsplätze, Shuttleservice für Gäste und Aktionen für Schulen. Finanzielle Bedenken - der Betreiber kam mit vorangegangenen Projekten bereits ins Schleudern - seien laut Mayrhofer nicht gerechtfertigt: „Es gibt eine Bankgarantie. Der Golfplatz wird in jedem Fall fertiggestellt. Eine Ruine, wie viele befürchtet haben, wird es nie geben.“
„Aktueller Entwurf tritt bei Genehmigungsverfahren an“
Umweltstadtrat Mag. Sepp Wimmer ist gespannt: „Nur wenn tatsächlich das konkrete Projekt vorliegt und alle Auswirkungen auf das Umfeld ersichtlich sind, kann eine Strategische Umweltprüfung durchgeführt werden.“ Den Grünen soll der Entwurf am 9. Jänner präsentiert werden.
Baudirektor Ing. Manfred Fitzthum zum Status quo: „Der Antrag der AUVA zur Umwidmung von Grünland/Landwirtschaft auf Grünland/Sportstätten war unzureichend formuliert. Der Antrag soll konkretisiert werden. Der Stadtgemeinde liegt derzeit jedoch noch nichts vor.“ Betreiber Martin Lechner: „Die aktuelle Version hat sich nach sechseinhalb Jahren Arbeit herauskristallisiert und wird auch in dieser Form zum Genehmigungsverfahren antreten.“
Strategische Umweltprüfung rückt immer näher
Auf die Frage, ob die Pläne bereits so konkret sind, dass eine Strategische Umweltprüfung durchgeführt werden könnte, beantwortet Lechner mit „Ja“. Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager sagt dazu: „Wenn das Projekt so schriftlich eingereicht wird, wie es der ÖVP präsentiert wurde, ist eine Strategische Umweltprüfung möglich.“
FPÖ-Stadtrat Dr. Josef Pitschko lehnte Lechners Angebot einer Projektpräsentation ab: „Ich bin nach wie vor gegen eine Umwidmung, da brauche ich die Pläne gar nicht sehen.“
Betreiber Martin Lechner legte der ÖVP und der SPÖ einen Folder für das Golfplatz-Projekt vor. Zu sehen ist ein Lageplan des Platzes aus der Vogelperspektive samt Nutzungsflächen und Gebäude.







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