VON ALEXANDRA HALOUSKA
KLOSTERNEUBURG / Bereits 2011 wurde im Klosterneuburger Gemeinderat heftig über die geplanten Sanierungen mehrerer Straßen diskutiert. Aufgrund des angeschlagenen Budgets könne sich Klosterneuburg keine teuren Erhaltungsmaßnahmen leisten, hieß es aufseiten der gesamten Opposition. Besonderes bekrittelt wurde das Vorhaben, die Waisenhausgasse - es handelt sich hierbei um eine Sackgasse - neu auszubauen. Kostenpunkt: 243.000 Euro. „Das ist eine Verschleuderung von Steuergeld“, zeigten sich Liste Hofbauer, Liste SAU, PUK, Grüne, FPÖ und SPÖ empört. Die Sanierung wurde dennoch beschlossen - mit den Stimmen der ÖVP. Die Begründung der Entscheidungsträger lautete vereinfacht: Eine Erneuerung ist billiger als die laufenden Erhaltungs- und Sanierungskosten - Stichwort „Wirtschaftlichkeit“.
Gemeinderat DI Peter Hofbauer (Liste Hofbauer) gab sich jedoch mit dieser Aussage nicht zufrieden. „Ich kann einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Sanierung der Waisenhausgasse wichtiger ist als viele andere Projekte und Anliegen der Bevölkerung,“ betonte Hofbauer. Er forderte deshalb genaue Unterlagen zu Kostenkalkulation, Straßenzustand und Verkehrsfrequenz, auf deren Basis eine „Prioritätenliste“ erstellt wird.
Anfang Februar findet Begehung der Straßen statt
Hofbauers Idee stieß mithilfe von Bürgermeister Mag. Schmuckenschlager nun auf fruchtbaren Boden. Am 1. Februar wird der Verkehrsausschuss mit Experten und allen interessierten politischen Meinungsträgern eine Begehung der sanierungsbedürftigen Straßen durchführen. Darauf basierend wird eine Prioritätenliste erstellt, mit deren Hilfe der Verkehrsausschuss letztlich Entscheidungen treffen will. Insgesamt 109 Straßen sollen in den nächsten Jahren neu gebaut werden, 2012 stehen vorerst 16 auf dem Programm. Genau diese werden im Februar in Lokalaugenschein genommen.
Budget für Straßenerhalt beträgt 1,1 Millionen Euro
Der Verkehrsausschuss wird sich anschließend beratschlagen. Verkehrsstadtrat DI Willbald Eigner verspricht: „Wir werden versuchen, so viele Sanierungen wie möglich in Angriff zu nehmen.“ Das Budget zur Straßenerhaltung beläuft sich heuer auf 1,1 Millionen Euro. Eigners Einschätzung zu besonders akuten Problemfällen: „Die Strandbadstraße muss dringend erneuert werden. Der Unterbau ist komplett kaputt, bei Regen sammeln sich hier Lacken und das Wasser kann nicht abfließen.“
DI Hofbauer stimmt zu und begrüßt die Initiative: „Ich habe mich bereits für die Begehung angemeldet.“







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