VON CHRISTOPH HORNSTEIN
KLOSTERNEUBURG / Nur in den bekannten Skigebieten gehen Hotels im Februar gut. Ohne Skipisten und Lift sind nur wenige Hotels ausgelastet, so auch das durch eine Millionenpleite vom Park-Inn-Hotel zum Parkhotel umbenannte Klosterneuburger Viersternehaus. Tageweise ist es sogar geschlossen.
„Wir müssen einen gröberen Wasserschaden reparieren“, informiert Bernd Hinteregger, dessen gleichnamige Hotelgruppe Anfang 2011 das Hotel interimistisch weiterführt. „Wir haben noch einen Vertrag bis Ende Juni, dann wird man weitersehen“, so der Hotelfachmann Hinteregger, der so lange weiter machen will, als das Projekt für ihn Gewinn abwirft.
Auch für die Zeit danach hat Hinteregger Ideen. Sie liegen dem Masseverwalter Dr. Alexander Schoeller vor: „Ich will das Hotel noch zwei bis drei Jahre weiterführen und dann zu einem angemessenen Preis kaufen. Für mich spricht die Zeit.“
Derzeit ist der Masseverwalter mitten in einem lebhaften Bieterprozess, dessen Ende man seriöserweise nicht voraussagen kann. „Ein Angebot von etwa drei bis vier potenziellen, ernsthaften Bietern“ liegt vor, „das einer hohen Nachverhandlung bedarf.“ Schoeller: „Jeder will natürlich weniger zahlen als mir vorschwebt. Ich habe aber die Verpflichtung, das Bestmöglichste für die Gläubiger herauszuholen.“
Bustourismus hält Hotel auf Gewinnkurs
Bei den Bietern handle es sich vorwiegend um inländische Investoren. Klosterneuburg sei „nicht der bestnachgefragteste Standort“ für ein Hotel. Schoeller: „Es ist nicht leicht, in Zeiten wie diesen ein Hotel zu verkaufen.“
Dass - Gerüchten zufolge- das Hotel heruntergewirtschaftet sei, davon weiß Masseverwalter Schoeller nichts: „Ich halte immer wieder Ausschau. Hinteregger führt das Hotel sehr kostenbewusst. Das ist natürlich auch in meinem Sinne.“
Mit einem verstärkten Bustourismus hält Hinteregger das Hotel auf Gewinnkurs. Für den März haben wir schon wieder eine Auslastung von 45 Prozent, unser Märzziel ist aber 60 Prozent.“
Und Masseverwalter Schoeller abschließend: „Ich versuche das Hotel so gut wie möglich zu verkaufen, stehe aber unter keinem extremen Zeitdruck.“







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