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08.02.2012 | 00:00 |
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Mit einem Klick in der Stadtpolitik mitreden
Nach dem Vorbild der Grazer Plattform „prograz“ könnten die Klosterneuburger mehr in die Stadtpolitik eingebunden werden. HEINREICHSBERGER
ONLINE / Nach dem Grazer Modell könnten Bürger vielleicht bald auch in Klosterneuburg über Stadthemen Stellung beziehen.

VON CHRISTOPH HORNSTEIN

KLOSTERNEUBURG / In Graz wagen ÖVP-Politiker einen großen Schritt in Richtung direkter Demokratie. Aufgrund einer Initiative der Grazer Volkspartei und des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl werden durch regelmäßige Befragungen über Themen der Stadtpolitik die Bürger in die Politik stärker eingebunden. Die Befragungen finden auf der Plattform „prograz“ (www.prograz.at) statt und sind mittlerweile eine kompetente Entscheidungshilfe in der Grazer Stadtpolitik. „Ich kann mir so etwas auch für Klosterneuburg sehr gut vorstellen“, zeigt sich Klosterneuburg Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager von der Idee angetan.

Auch auf der Online-Plattform der NÖN Klosterneuburg (www.noen.at/klosterneuburg) herrscht reger Meinungsaustausch. Um die 100 Postings pro Ausgabe attestieren den Klosterneuburgern ein hohes Interesse an der aktuellen Stadtpolitik. Die NÖN KIosterneuburg liegt damit nicht nur unter den NÖN-Ausgaben an der Spitze der Postings, auch andere Lokalzeitungen können von so einer Online-Beteiligung nur träumen. Ist das Grazer Modell auch auf Klosterneuburg umlegbar?

„Ein Potenzial, das man ausnützen könnte“, ist Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager überzeugt. Ich glaube, dass man die Menschen dort erreichen muss, wo sie zu Hause sind.“ Es gäbe eine Spaltung zwischen jenen, die klassische Medien verfolgen, und jenen, die ihre Infos aus dem Internet beziehen. Daher müsse sich jede politische Bewegung und Entscheidung auf beiden Medienwelten abspielen. Schmuckenschlager: „Wenn das Grazer Modell erfolgreich ist, werde ich Rücksprache mit dem Grazer Bürgermeister Siegried Nagl halten, um Einblick in die Kosten/Nutzenrechnung zu bekommen.“

Bürgermeister lädt  zum Runden Tisch

Für Bürgermeister Schmuckenschlager gibt es bei den Online-Postings zwei Aspekte: Einerseits wird Kritik kundgetan von Einzelnen, andererseits gibt es aber auch viele Märchenerzähler. Denen muss man auf gleicher Ebene begegnen können. Weil die NÖN-Online so erfolgreich ist, spricht Schmuckenschlager eine Einladung aus: „Es würde mich freuen, Teil eines ,Runden Tisches‘ zu sein, an dem sich Märchenerzähler und Kritiker zusammensetzen.“



POSTINGS AUS „www.noen.at/klosterneuburg“

„Es wäre vernünftiger, Elektroautos zu fördern, als das Geld in sinnlosen Golfplätzen zu verpulvern.“

„Golfer unsportliche Statusjäger.Da finde ich Schmetterlingsjäger noch sexier und vor allem viel interessanter.“

„Diktat der leeren Kassen: Unter einer solchen Diktatur werden selbst erbitterte Gegner zu Verbündeten.“

„Kunden hat der Zuklin, auf jeden Fall, nicht dabei verloren. Sympathien bei den Fußgängern hingegen gewonnen. Wo man auch hingeht, überall stehen die verdammten Stink-Kraxen herum.“

„Wir überlassen die Geschäftemacherei den Tullnern und Wienern, und wenn wir etwas Geld brauchen, dann erhöhen wir Gebühren.“

 

 


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unbekannt (1)
09.02.2012 12:10

(0)
Mickey Mouse und Zoro posten!
Wer glaubt ein anonymes Forum hat nur irgendetwas mit einer Bürgerbeteiligung zu tun, hat das Medium Internet noch nicht begriffen. Echte Bürgerbeteiligung bezieht sich auf die reale Beteiligung physisch existenter Personen. In unserem Fall Klosterneuburgerinnen und Klosterneuburger. Sie sind als solche auch eindeutig identifizierbar. Sind also nicht aus Wien, Hollabrunn oder Korneuburg. Mickey Mouse und Zoro können von überall her sein und ganz andere Beweggründe haben als Klosterneuburger Interessen zu vertreten. Und jede Partei kann mit etwas Einsatz ihre Themen als Bürgerthemen massiv verkaufen und damit echte Themen aus der Bevölkerung wieder völlig unter gehen lassen. Wie sagt Richard D. Precht in seinem aktuellem Buch: „Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?“
Ein anonymes Bürgerforum ist eher das Gegenteil einer Bürgerbeteiligung. Es ist, wie vieles in unserer Zeit, der oberflächliche Anschein von mehr Demokratie, in Wahrheit aber nur deren Aushöhlung.
14.02.2012 10:47

(0)
hey honey und frosch
ihr nehmt das alles für viel zu ernst, um nicht zu sagen für -wenn auch virtuelle- realität. schaut euch doch nur die headline "bürger dürfen mitreden" vom 1. feb. an: "dürfen" sagt doch schon alles aus. nicht die administrativorgane haben den willen des mündigen bürgers in die tat umzusetzen, das blöde stimmvieh darf mit-reden. und eine ebenso unmündige journaille münzt dies in einen erfolg der bürgerbeteiligung um.

da kommt's auf ein bisserl manipulation einiger ewig-optimistischer oder querulanter poster nicht so wirklich mehr an.
Aufrosch (424)
15.02.2012 09:03

(0)
Du hast Recht,
die Bürger sollten eigentlich bestimmen. Daran arbeiten wir... zwinkern

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