VON JUTTA HAHSLINGER
BEZIRK KLOSTERNEUBURG / Die 17-jährige Schülerin Xenia (Name geändert) aus dem Bezirk Klosterneuburg schaute am 7. Mai vergangenen Jahres bei einem Ball im Wiener Rathaus zu tief ins Glas. Ein besorgter Bekannter organisierte dem beeinträchtigten Mädchen dann ein Taxi: „Ich habe dem Fahrer 60 Euro Fuhrlohn gegeben, damit er Xenia sicher heimbringt“, erinnert sich der 19-Jährige, den sichtlich das schlechte Gewissen plagt, weil er die Freundin einem Sexunhold anvertraut hat.
Aber der Klosterneuburger konnte nicht ahnen, dass der Taxilenker Yousry H. (44) gleich beim ersten Zwischenstopp beim Martinsfriedhof über das Mädchen herfallen würde.
„Ich dachte, sie ist willig“, erklärt der angeklagte Ägypter zunächst vor dem Schöffensenat. „Was veranlasst Sie zu glauben, dass ein 17-jähriges Mädchen mit einem unbekannten 44-jährigen Mann Sex haben will? Haben Sie nicht eher gedacht, sie ist betrunken, das nutze ich jetzt aus“, entgegnet Richter Franz Furtner harsch. Mit gesenktem Haupt gibt H. leise zu: „Ja, ich habe den Zustand des Mädchens ausgenutzt. Beim ersten Nein habe ich aber sofort aufgehört.“
Im Prozess kommt dann auch zur Sprache, dass der 44-Jährige bereits mehrfach bei weiblichen Fahrgästen zudringlich und übergriffig geworden ist. Der bislang unbescholtene H. wird wegen sexuellen Missbrauchs einer Wehrlosen, Körperverletzung und versuchten Betruges (wollte zweimal Fuhrlohn kassieren und trat Fahrgast) zu einer teilbedingten Strafe verurteilt: 24 Monate, davon muss er acht Monate hinter Gittern absitzen.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig.








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