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31.01.2012 | 00:00 |
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100 Ideen für Stockerau
Die Studenten der Technischen Universität Wien mit ihren Lektoren bei der Präsentation im Stockerauer Lenausaal.DWORAK
ENTWICKLUNGSIDEEN FÜR STOCKERAU / In einer ausführlichen Präsentation stellten TU-Studenten ihre Zukunftsprojekte vor.

STOCKERAU / Im Stockerauer Lenausaal wurden vergangene Woche die Ergebnisse einer Studiumsveranstaltung zum Thema „Entwicklungsideen für Stockerau“ von den Studenten der TU (Technische Universität) Wien präsentiert. Großes Interesse herrschte vor allem von Seiten der Politiker, die den Worten der Studenten lauschten.

Bestandsanalyse deckt  Schwächen klar auf

Neben einer Bestandsanalyse wurden auch Leitbilder und einzelne Projekte herausgearbeitet (Infobox rechts). „Es ist interessant zu sehen, dass junge Leute, die von außerhalb kommen, ähnliche Ideen und Gedanken haben wie wir Politiker“, freute sich ÖVP-Vizebürgermeisterin Christa Niederhammer. Welche Projekte tatsächlich in die Tat umgesetzt werden können, steht jetzt noch nicht fest. Andreas Straka, Stadtrat der Grünen, steht den Ideen der Studenten aber offen gegenüber: „Wir haben in der Präsentation einen Überblick über die Projekte bekommen. Die ausgearbeiteten Projekte haben wir noch nicht. Die müssen wir uns genauer ansehen, dann können wir entscheiden, was wir umsetzen werden.“ Auch SPÖ-Bürgermeister Helmut Laab war von der aufwändigen Arbeit der baldigen Absolventen begeistert. „Man merkt, dass sich die Studenten mit der Stadt auseinander gesetzt und die Probleme richtig erkannt haben.“

Besonders wurde das derzeitige Verkehrsproblem unter die Lupe genommen. Der Vorschlag einer Einbahnregelung im Stadtinneren löste lautes Räuspern im Saal aus. Dieser Lösungsansatz zur Belebung und gleichzeitigen Verlangsamung der Innenstadt schwebt schon seit Jahrzehnten in den Politikerköpfen herum. Warum die Idee noch nicht in die Tat umgesetzt wurde, blieb unbeantwortet: „Viel spielt sich da im Kopf ab. Manche haben einfach Angst vor Veränderungen“, so Niederhammer.

Stadt unattraktiv für  Autofahrer machen

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h wurde ebenfalls angedacht. Diese soll das Autofahren in der Stadt möglichst unattraktiv machen. Gleichzeitig soll es aber ein durchgehendes und barrierefreies Radnetz geben, um einerseits die Sicherheit der Zweiradlenker zu erhöhen und andererseits das Radfahren beliebter zu machen. Denn der Verkehr in der Innenstadt ist größtenteils Binnenverkehr, der durch geeignete Alternativen eingeschränkt werden könnte. „Ein Wegweisernetz mit Zeitangaben würde die Stockerauer ebenfalls zum Radfahren animieren“, hieß es in der Präsentation. Wie sich die Vorschläge mit der finanziellen Situation der Stadt vereinbaren lassen, ist noch nicht geklärt.


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