VON MANFRED MIKYSEK
KORNEUBURG / Bei der Eröffnung der Ausstellung „VerschiedenARTig“ im Rathaus überraschte Galeristin Rosemarie Peter, die eigentlich in Pension gehen wollte, die Besucher mit ihrer Ankündigung, die Galerie weiterführen zu wollen. Im NÖN-Gespräch erklärt sie die Gründe.
NÖN: Wie bereits im Weinviertler Galerieführer angekündigt, sollte die Galerie 2012 als Verein weitergeführt werden, was ist passiert?
Rosemarie Peter: Da die Sparkasse und die Herren, die den Vorstand des Vereins auf Initiative von Isabella Haller (Anm. ehemalige Angestellte der Galerie) bilden sollten, sich über ein halbes Jahr nicht entscheiden konnten und erst im Jänner „Nein“ sagten, möchte ich selber diese Idee aufnehmen. Aber in eingeschränkter Weise.
NÖN: Warum haben Sie sich nun zur Weiterführung entschlossen?
Peter: Ich möchte damit talentierten Künstlern die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und damit die Galerie zu beleben.
NÖN: Was bedeutet „eingeschränkt übernehmen“ in der Praxis?
Peter: Wir möchten Künstlern die Möglichkeit geben, in den Räumlichkeiten der Galerie selbst eine Vernissage zu veranstalten. Wir stellen Räumlichkeit und Verkostung, Erstellung der Einladung, Öffentlichkeitsarbeit - gegen Kostenersatz - zur Verfügung. In der Passage kann man ein Schaufenster mieten. Dies wird entweder die Galerie selbst oder der noch zu gründende Verein durchführen.
NÖN: Wie wollen Sie den Betrieb finanziell sicherstellen?
Peter: Wir werden uns um Sponsoring durch Betriebe und Firmen im Raum Korneuburg mit speziellen Angeboten bemühen und die Räumlichkeiten für Musikerveranstaltungen und Lesungen anbieten, unter Kostenbeteiligung der Künstler.
NÖN: Wie soll es personell nach dem Ausscheiden von Isabella Haller weitergehen?
Peter: Mit den angedachten Möglichkeiten hoffen wir - Martha Spitaler, Hanni Wagner und ich -, die Galerie als Ort der Begegnung weiter für Korneuburg erhalten zu können.
Mit Martha Spitaler (l.) und Hanni Wagner (Mitte) will Rosemarie Peter (rechts) die Galerie weiterführen.
MIKYSEK







