VON HELMUT SEUFERT
KORNEUBURG / Mit einem Konzert, das unter der Devise stand Ein Glück, dass man sich so verlieben kann, wurde der 17. Korneuburger Musiksommer eingeleitet. Und nach zwei Stunden voll bekannter und beliebter Melodien hatte das Publikum, das die Guggenberger Halle bis auf den letzten Platz füllte, die Jungen Tenöre Hans Hitzeroth, Hubert Schmid und Ilja Martin in das Herz geschlossen. Das zeigten auch die Standing Ovations, mit denen die Sänger verabschiedet wurden. Das Programm umfasste Ohrwürmer wie La Donna è mobile aus Rigoletto von Giuseppe Verdi oder das von Benjamino Gigli bekannt gemachte Non ti scordar (Vergiss mein nicht) sowie das Trinklied aus der Oper La Traviata von Giuseppe Verdi, die allerdings vielfach in modernen, poppigen Arrangements dargeboten wurden. Dies störte beispielsweise bei der Zugabe Granada oder Cara mia keineswegs, beim Titelsong des Abends Ein Glück, dass man sich so verlieben kann aus der Operette Hochzeitsnacht im Paradies von Friedrich Schröder war es aber nicht wirklich passend.
Auch bleibt die zweifellos vorhandene ausgezeichnete Stimmqualität der Sänger, die sich bei den Solos zeigte - Hubert Schmid bot das Wolgalied aus der Operette Der Zarewitsch von Franz Lehár innig dar, Ilja Martin interpretiert das Ave Maria von Franz Schubert und Hans Hitzeroth sang ein mexikanisches Volkslied - sowie deren große Gestaltungsfähigkeit bei dieser Art der Interpretation auf der Strecke, da die Lautstärke immer wieder forciert werden musste. Dem Publikum jedoch gefiel die Art der Darbietung!
Auch Ensembleleiterin und Pianist begeisterten
Ein Höhepunkt des Abends waren auch die von der Leiterin des begleitenden Ensemble Rondo Vienna Barbara Helfgott sowohl gesanglich als auch auf der Violine dargebotenen Kompositionen Flash Dance und Enough is enough. Und auch der Pianist Florian Schäfer konnte sich für einen verdient kräftigen Beifall bedanken.







