KREMS / Der Schaden ist beachtlich. Eine Woche nach dem ungewöhnlichen Zwischenfall im Behördenhafen steht fest, dass ein Großteil des zertrümmerten Anlegestegs erneuert werden muss. Und auch die Unfallursache ist geklärt: Es war ganz eindeutig menschliches Versagen!
Vorgeschichte: Der Pegel der Donau war am 20. Jänner nach heftigen Niederschlägen innerhalb weniger Stunden um rund drei Meter gestiegen – Vorwarnstufe für Hochwasser!
Da beschloss die Firmenleitung der „Nostalgie Tours Wachau“, ihr Ausflugsschiff „Mariandl“ vorsorglich in Sicherheit zu bringen. Das Schiff war an seinem „Heimatsteg“ in Stein verankert und drohte durch Treibholz beschädigt zu werden. Also sollte Kapitän Peter S. (35) „Mariandl“ im geschützten Hafenbecken der Firma Mierka befestigen. S. bekam den Auftrag, stromabwärts zu fahren und links in die Bucht einzubiegen.
Gesagt, getan! Allerdings bog der ortsunkundige Kapitän einen Kilometer zu früh ab. Er steuerte das für 148 Passagiere vorgesehene Motorschiff trotz der Verbotsschilder geradewegs in den viel zu kleinen Behördenhafen. Dort wollte S. ausgerechnet am Steg der Polizeiboote anlegen. Dabei kam es bei starkem Wind und entsprechendem Wellengang zur unvermeidlichen Havarie: „Mariandl“ zerlegte, wie berichtet, den Polizeisteg.
Jetzt wird die Haftpflichtversicherung zur Kasse gebeten.







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