VON GERTRUDE SCHOPF
WACHAU / Ende 2008 wurde vom Land NÖ die Initiative „Wachau 2010 plus“ mit dem Ziel gegründet, die Wachau als Vorzeige region weiter zu ent wickeln und dabei ökologische, kulturelle und touristische Ansätze zu vereinen. Dr. Martin Vogg leitet dieses Projekt.
„Die Wachau, dieses besondere Juwel, ist ein Botschafter Niederösterreichs, das unser Land in der ganzen Welt bekanntmacht“, konnte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll nun eine positive Zwischenbilanz über realisierte Projekte ziehen. Er nannte die Errichtung des Welterbesteiges, der ein „unglaublich schönes Wandererlebnis“ garantiere, die Eröffnung des Schifffahrts- und Welterbezentrums als „Tor der Wachau“ in Krems-Stein und auch das neue Verkehrskonzept mit Bus/Bahn, Next Bike und E-Mobilität, das in der Wachau sehr gut angenommen werde. 14,5 Millionen Euro wurden so bislang in die Region investiert, die Tourismuszahlen verzeichnen einen Höhenflug.
„Wachau 2010 plus“ ist auf sechs Jahre ausgelegt, also wird bis 2014 noch einiges in der Re gion umgesetzt werden. Pröll gab den Startschuss für ein weiteres „Eingangstor zur Wachau“, diesmal in Melk, wo bis 2014 ein Schifffahrtszentrum errichtet werden soll. Ein neuer Wachau-Reiseführer wird aufgelegt, und die Wachau soll bis Ostern 2013 ein einheitliches Leitsystem (Beschilderung) erhalten.
Und es gibt eine Winter-Kultur-Initiative: „Wachau in Echtzeit“ nennt sich das Projekt, für das die Schauspielerin Ursula Strauss (bekannt aus der Krimiserie „Schnell ermittelt“) gewonnen werden konnte. Sie soll als Kuratorin und Proponentin für kulturelle Veranstaltungen von Oktober bis März auftreten, denn die „Wintersaison birgt noch viel Potenzial“, so Pröll.
Für die Erstellung dieses Kulturprogramms (geplante Präsentation im Juni) ist die Kultur-Melk-GesmbH., die sich nun „Wachau Kultur Melk“ nennen darf, mit Alexander Hauer (Intendant der Sommerspiele Melk) und Dr. Martin Vogg verantwortlich. Die Aufwertung dieser Kulturinstitution kommt auch im Auftrag zutage, die Koordination aller kulturellen Initiativen zwischen Grafenegg und der Schal laburg zu übernehmen.
Seine Unterstützung für dieses „Kraftdreieck Grafenegg-Schal laburg-Wachau“ sicherte Arbeitskreis-Wachau-Vorsitzender Dr. Andreas Nunzer zu, während Vinea-Obmann Franz Hirtz- berger seine Sorge zum Ausdruck brachte, dass die Wachau als „Kernstück“ für viele touristische Initiativen herhalten müsse.








